WARUM NICHT EINFACH ABNEHMEN?
Der Podcast rund ums Thema schnelles und einfaches Abnehmen für alle, die endlich Ergebnisse auf der Waage und im Spiegel sehen wollen. Hier geht es um rigorose Ehrlichkeit. Was funktioniert wirklich und was ist nur blanke Theorie?
Ich bin Marcus Milarov - Abnehmcoach, langjähriger Geschäftsleiter von mehreren Fitnessclubs, Dozent, Ausbilder für Fitnessberufe und Experte für Gewichtsreduktion aus Berlin.
Tauche mit mir in die Welt der Stoffwechseloptimierung ein und entdecke, was jenseits von Kalorienzählen und weniger essen möglich ist.
Kennst du das Gefühl, aus Stress oder emotionalen Gründen zu essen? Ich werde diesem Teufelskreis den Kampf ansagen und nachhaltige Strategien entwickeln, um emotionales Essen zu überwinden und Stressessen in den Griff zu bekommen.
Keine Zeit? Kein Problem!
Dieser Podcast ist für alle, die keine Lust mehr haben, kostbare Momente mit komplizierten Diäten zu verschwenden. Er ist ein unverzichtbarer Begleiter für müheloses Gewicht verlieren, selbst wenn dein Leben von Beruf und Familie in Beschlag genommen wird.
Gemeinsam werden wir beweisen, dass Abnehmen mit Leichtigkeit und Freude möglich ist – und das sogar mit Kindern im Schlepptau.
WARUM NICHT EINFACH ABNEHMEN?
135 - Abnehmen ab 40 — warum mehr Wissen dich nicht weiterbringt
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Du weißt eigentlich schon ziemlich viel über Abnehmen – und trotzdem kommst du nicht richtig voran?
Keto, Intervallfasten, Kalorien zählen, Protein, Darmgesundheit, Hormone, Cortisol, Krafttraining, Schritte, Schlaf, Supplements, Blutzucker, Wechseljahre, Meal Prep – überall hörst du etwas anderes.
Und irgendwann wird aus all diesen Tipps keine Klarheit mehr, sondern nur noch Lärm.
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum viele Frauen beim Abnehmen nicht an zu wenig Wissen scheitern, sondern daran, dass sie zu viele Methoden gleichzeitig ausprobieren.
Du erfährst:
- warum zu viel Abnehm-Wissen handlungsunfähig machen kann
- weshalb neue Tipps sich oft wie Fortschritt anfühlen, aber noch keine Umsetzung sind
- warum viele Frauen ständig zwischen Diäten, Regeln und Methoden wechseln
- weshalb einfache Grundlagen wie Eiweiß, Bewegung, Schlaf und Wochenendstruktur oft unterschätzt werden
- wie du erkennst, was bei dir gerade wirklich bremst
- und warum ein einfacher Plan oft mehr bringt als die perfekte Strategie
Diese Folge ist für dich, wenn du abnehmen möchtest, aber vor lauter Informationen nicht mehr weißt, womit du anfangen sollst.
Vielleicht brauchst du gerade nicht noch einen neuen Trend.
Vielleicht brauchst du weniger Lärm, mehr Klarheit und einen Plan, der auch an einem normalen Dienstag funktioniert.
💛 Klar und alltagstauglich.
💛 Für Frauen, die endlich abnehmen wollen.
💛 Ohne Methoden-Chaos, ohne ständigen Neustart, ohne noch mehr Verwirrung.
🎧 Hör jetzt rein und erfahre, warum du nicht zu wenig weißt – sondern wahrscheinlich zu viel gleichzeitig versuchst.
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▬ MEHR VON MIR ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬
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Es geht um Wissen, um Informationen, um Tipps, um Methoden, um all das, was man heute so findet, wenn man gerne abnehmen möchte. Und ich glaube, dass ganz viele heute gar nicht das Problem haben, dass sie zu wenig wissen. Ganz im Gegenteil, ganz viele wissen unfassbar viel. Sie wissen, dass Eiweiß wichtig ist. Sie wissen, dass Krafttraining wichtig ist. Sie wissen, dass Schlaf wichtig ist. Sie haben schon von Cortisol gehört, von Blutzucker, von Hormonen, von Darmgesundheit, von Intervallfasten, von Keto, von Low Carb, von Kaloriendefizit, von 10.000 Schritten, von Zone 2 Cardiotraining, von Supplementen, von Magnesium, Omega-3, Kreatin, von Wechseljahren, von Stressessen, von Insulin, von Mealprep, also Vorbereitung deines Essens. Und irgendwann sitzt man da und denkt, ja schön, und was mache ich jetzt? Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge dieses Podcasts. Und heute geht es um ein Thema, das ich wirklich spannend finde, weil es auf den ersten Blick nämlich gar nicht so wie so ein Abnehmproblem aussieht. Es geht um die Wissensflut und warum du gar nicht so wenig weißt, sondern eigentlich viel zu viel gleichzeitig versuchst. Aber bevor ich so richtig durchstarte mit dem heutigen Thema, muss ich dir erstmal sagen, ich war drei Wochen im Urlaub und diese Podcast-Folge ist also jetzt die erste Folge, die ich nach drei Wochen wieder aufnehme. Und falls ich heute ein bisschen stotterer oder nicht so flüssig spreche, dann liegt es daran, dass ich gerade nicht drin bin und erstmal wieder reinkommen muss in das Thema frei reden. Denn ich habe in den letzten drei Wochen wirklich gar nichts gemacht. Kein Sport, keine Bewegung, nur entspannt, gegessen, getrunken und mich in der Sonne gesuhlt. Und ich kann dir sagen, mein Kopf ist jetzt wieder so richtig frei und ich freue mich auf die nächsten Podcast-Folgen. Und vielleicht an dieser Stelle, weil es dich vielleicht interessiert, meine Schweizer Kundin, die ich vor ein paar Folgen angesprochen habe, bei der so lange nichts passiert ist, die hat jetzt mittlerweile die 10-Kilo-Marke geknackt. Also sie wiegt jetzt, ich glaube, 11 Kilo weniger als zu Beginn unserer Zusammenarbeit. Und warum ich sie an dieser Stelle hier anspreche, ist folgender Grund. Genau das, was ich heute erzähle, trifft auf sie zu. Sie weiß unglaublich viel über Ernährung. Das Problem ist nur, dass es zu viel ist und zu viele gegensätzliche Meinungen oder zu viel gegensätzliches Wissen, was man nicht auf die Straße bringen kann. Denn du kannst nun mal nicht gleichzeitig drei, vier Diätansätze verfolgen. Und auch für sie galt, schön mit dem Wissen, aber was mache ich jetzt damit? Auch sie hat sich gefragt, womit fange ich denn jetzt an? Was ist wirklich wichtig für mich? Muss ich jetzt fasten oder frühstücken? Muss ich Kohlenhydrate reduzieren? Oder brauche ich Kohlenhydrate vielleicht für meine Hormone? Muss ich mehr Sport machen oder weniger Stress haben? Muss ich Kalorien zielen oder doch intuitiver essen? Muss ich vielleicht erstmal meinen Darm aufbauen oder muss ich erst meine Hormone checken lassen? Muss ich mehr schlafen? Mehr Schritte, mehr Eiweiß, mehr Krafttraining, mehr Kaffee, mehr Alkohol, mehr Ballaststoffe. Und irgendwann ist dann Wissen kein Vorteil mehr. Irgendwann wird Wissen dann einfach nur zu Lärm, zu Stress. Und über diesen Lärm möchte ich heute sprechen. Und zwar, weil ich wirklich glaube, dass ganz viele nicht daran scheitern, dass sie zu wenig Information haben. Aber sie scheitern eher daran, dass sie zu viele Dinge gleichzeitig versuchen. Zu viele Methoden, zu viele Regeln, zu viele Stimmen im Kopf. Und am Ende entsteht kein klarer Weg dadurch, sondern ein riesiger innerer Mischmasch. Ein bisschen Fasten, ein bisschen Low Cup, ein bisschen Kalorien sparen, ein bisschen mehr Eiweiß, ein bisschen mehr Schritte, vielleicht ein bisschen mehr Krafttraining oder doch ein bisschen mehr Darmkur oder ein bisschen Hormone, ein bisschen Nahrungsergänzungsmittel, ein bisschen Montag wieder neu anfangen. Und nach zwei Wochen weiß man gar nicht mehr, was man da eigentlich macht. Man ist zwar beschäftigt, man denkt auch viel darüber nach, man recherchiert ganz viel, man hört vielleicht Podcasts, schaut Videos, liest Posts, aber im Alltag verändert sich oft erstaunlich wenig. Und genau da möchte ich heute ansetzen. Denn viele Frauen brauchen nicht den nächsten neuen Abnehmtipp. Sie brauchen erstmal Ruhe. Ruhe im System, weniger Lärm, mehr Klarheit und irgendwie ein Plan, der so einfach ist, dass er auch an einem normalen Dienstag funktioniert. Und zwar nicht nur im Kopf, sondern im echten Leben. Und lass uns mal ganz von vorne anfangen. Warum fühlt sich Wissen eigentlich so gut an? Naja, weil Wissen Sicherheit gibt. Zumindest mal kurzfristig. Du hörst einen Podcast über Eiweiß und denkst dir, ah, okay, daran liegt es vielleicht. Dann siehst du etwas über Cortisol und denkst, ah, vielleicht ist es doch Stress. Dann kommt ein Video über Darmengesundheit und du denkst, das könnte es aber auch sein. Dann erzählt dir jemand was von Intervallfasten und du denkst, vielleicht brauche ich auch einfach eine längere Essenspause. Und dann siehst du eine Frau, die mit Krafttraining ihren Körper verändert hat und du denkst, okay, Krafttraining, das ist es. Und jedes neue Stück Information gibt dir auch Gottes Hoffnung. Man hat da diesen Moment das Gefühl, jetzt verstehe ich es. Und jetzt habe ich wieder einen Ansatz und jetzt gibt es endlich eine Erklärung für mein Problem. Und ja, das ist vollkommen menschlich. Gerade wenn man schon länger nicht weiterkommt, sucht man natürlich nach der einen Antwort. Nach diesem einen fehlenden Teil. Nach dem Grund, warum es bisher nicht geklappt hat. Und ich muss dir sagen, ich verstehe das total. Wenn man sich bemüht und nichts passiert, dann wird man natürlich innerlich unruhig. Und wenn die Waage nicht reagiert, obwohl man denkt, man macht alles richtig oder so viel richtig, dann sucht man natürlich weiter. Das Problem ist nur, Informationen sammeln fühlt sich manchmal wie ein Fortschritt an, aber es ist nun mal kein Fortschritt. Ein Video anschauen verändert nun mal nicht dein Verhalten. Ein Buch kaufen verändert auch nicht deine Mahlzeiten. Ein Podcast hören baut noch keine Muskulatur auf. Ein Nahrungsergänzungstipp, speichern ersetzt kein vernünftiges Abendessen. Und ich meine das gar nicht abwertend. Ich liebe Wissen. Ich finde es super wichtig, Dinge zu verstehen. Darum mache ich ja diesen Podcast hier. Aber Wissen muss irgendwann auch in Handlungen übergehen. Sonst bleibt es einfach nur im Kopf. Und bei vielen Frauen bleibt Abnehmen genau dort hin. Im Kopf. Sie wissen viel, sie denken viel, sie planen viel, sie zweifeln viel, aber sie setzen wenig lange um. Und was ich damit sagen will, ist, Information sammeln ist nicht dasselbe wie Verhalten ändern. Und das ist ganz wichtig zu verstehen. Denn Verhalten ist am Ende das, was deinen Körper wirklich erreicht. Dein Körper weiß nämlich nicht, wie viele Podcasts du über Eiweiß gehört hast. Er merkt, ob Eiweiß auf dem Teller liegt. Dein Körper weiß auch nicht, dass du zehn Reels über Krafttraining gespeichert hast. Er merkt nur, ob du trainierst. Dein Körper weiß auch nicht, dass du verstanden hast, wie wichtig schlafest. Er merkt, ob du abends wieder bis halb zwölf am Handy hängst. Und das klingt vielleicht ein bisschen hart, aber sind wir mal ehrlich. Ganz viele haben kein Wissensproblem. Sie haben ein Umsetzungsproblem. Und oft entsteht dieses Umsetzungsproblem gerade durch zu viel Wissen, weil zu viele Möglichkeiten offen sind. Ich nehme mal ein Beispiel. Du stehst morgens auf und überlegst, soll ich jetzt frühstücken? Oder soll ich doch fasten? Fasten soll ja gut sein. Aber Eiweiß am Morgen soll ja auch gut sein. Und den Blutzucker stabil halten, wäre ja auch gut. Aber Kalorien sparen wäre auch gut. Und wenn ich dann schon frühstücke, ja, was esse ich denn dann? Haferflocken oder mache Haferflocken zu viel mit dem Blutzucker? Eier oder ist das zu viel Fett? Oder macht das was mit meinem Cholesterinspiegel? Oder doch vielleicht Quark. Aber Milchprodukte sind doch eigentlich gar nicht so gut für den Darm. Und plötzlich ist dein Frühstück keine Mahlzeit mehr, sondern Frühstück ist ein kleines Forschungsprojekt. Und so geht es auch weiter. Beim Mittagessen, beim Training, beim Abendessen, am Wochenende, bei jedem einzelnen Snack, bei jedem Glas Wein, bei jedem Kilo auf der Waage. Und natürlich ist es anstrengend. Und ein anstrengender Plan wird natürlich selten wirklich durchgezogen. Und viele merken gar nicht, wie viel Entscheidungskraft sie jeden Tag beim Thema Abnehmen wirklich verlieren. Soll ich das? Darf ich das? Ist das jetzt optimal für mich? Passt das zu meiner Methode? Mache ich vielleicht gerade zu wenig oder mache ich doch zu viel? Müsste ich eigentlich etwas anderes machen? Und das ist natürlich gar kein gesunder Fokus mehr. Das ist einfach nur Dauerrauschen. Und genau dieses Dauerrauschen macht irgendwann handlungsunfähig. Je mehr offene Baustellen du gleichzeitig im Kopf hast, desto schwerer wird der nächste konkrete Schritt. Das kennt man vielleicht auch aus anderen Bereichen. Zum Beispiel, wenn du zu Hause aufräumen willst und denkst, na ich müsste eigentlich den Keller machen, aber auch die Steuer und naja, den Kleiderschrank, die Garage, die Küche, die Fenster, die Unterlagen, die Mails, den Dachboden. Und dann machst du am Ende vielleicht gar nichts. Oder du fängst überall so ein bisschen an und nichts wird so richtig fertig. Und beim Abnehmen passiert das genauso. So ein bisschen Ernährung, so ein bisschen Training, vielleicht so ein bisschen auf die Hormone achten oder was mit der Darmgesundheit machen, so ein bisschen was am Schlaf tun, ein bisschen Nahrungsergänzungsmittel. Und am Ende ist alles angefangen, aber nichts wirklich bis zu Ende gedacht. Und das ist für ganz, ganz viele Leute, die abnehmen wollen, extrem frustrierend. Und zwar, weil sie sich ja nicht faul fühlen, sondern sie sind sogar sehr beschäftigt mit dem Thema. Sie lesen, sie vergleichen, sie analysieren, sie optimieren. Aber am Alltag fehlt einfach eine klare Linie. Und da kommen wir zum weiteren Problem. Abnehminformationen wirken meistens total widersprüchlich. Und ganz ehrlich, das sind sie manchmal auch. Zumindest mal auf den ersten Blick. Der eine sagt, Frühstück ist wichtig. Der andere sagt, Fasten ist wichtig. Der eine sagt, Kohlenhydrate sind dein Problem. Der nächste sagt, ohne Kohlenhydrate stresst du deinen Körper. Der eine sagt, du musst auf jeden Fall Kalorien zählen. Der andere sagt, Kalorien zählen mach dich verrückt. Der eine sagt, mach mehr Ausdauertraining. Der nächste sagt, ein Ausdauertraining bringt wenig. Krafttraining ist entscheidend. Und der eine redet über Hormone, der nächste über den Narben, der nächste über Blutzucker, der nächste über Stress. Und jetzt sitzt du da als jemand, der einfach nur abnehmen will, und dann denkst du dir, könnt ihr euch denn einfach mal bitte einigen? Und ja, ich kann das so gut nachvollziehen. Aber hier ist vielleicht der wichtigste Punkt für dich. Oft ist gar nicht alles falsch. Viele dieser Themen haben total ihre Berechtigung. Eiweiß ist wichtig. Schlaf ist wichtig. Krafttraining ist wichtig. Stress spielt eine Rolle, natürlich. Blutzucker ist auch relevant. Und auch deine Hormone können relevant sein. Natürlich kann auch deine Darmgesundheit relevant sein. Und irgendwie spielt auch die Kalorienbilanz, also wie viele Kalorien du isst, spielt doch irgendwo eine Rolle. Und auch deine Alltagsbewegung, also wie viel bewegst du dich im Alltag, auch das spielt eine Rolle. Das Problem ist nicht, dass all diese Themen unsinnig sind. Das Problem ist nur, dass du nicht alles gleichzeitig mit gleicher Priorität bearbeiten kannst. Das geht nun mal nicht. Und vor allem, es ist nicht alles für jeden in jeder Phase gleich wichtig. Für die eine Frau ist der größte Bremsklotz das Wochenende. Für eine andere ist es vielleicht das Stressessen am Abend. Für eine andere ist es viel zu wenig Eiweiß. Für eine andere ist es, dass sie vielleicht kein Krafttraining macht. Oder bei dem anderen ist es Alkohol oder vielleicht Schlafmangel. Für eine andere ist es wieder eine lange Diätgeschichte mit viel Angst vor normalem Essen. Und wenn all diese Frauen dieselben Instagram-Tipp sehen, heißt das noch lange nicht, dass dieser Tipp für alle gerade der nächste sinnvolle Schritt ist. Und ich weiß gerade nicht, ob du regelmäßiger Podcasthörer bist, aber ich habe das ganz am Anfang in einer der ersten Folgen schon mal gesagt. Wenn du mich fragen würdest, nach der besten Abnehmmethode, ist das die gleiche Frage wie, was ist die beste Schuhgröße? Und die einzig richtige Antwort kann da sein, die Schuhgröße, die dir passt, die an deinen Fuß passt. Es gibt also nicht die eine beste Schuhgröße, sondern jeder hat seine eigene Schuhgröße. Vor allen Dingen gibt es auch noch Füße, die sind ein bisschen breiter, ein bisschen flacher, ein bisschen höher, wie auch immer. Aber jeder braucht seinen Schuh und zwar auch angepasst an die jeweilige Situation. Weil nur wenn du Schuhgröße 38 hast, heißt das nicht, dass du mit Stöcke Schuhen eine Wanderung machen kannst oder dass du mit Badelatschen auf einem Ball gehen kannst. Es geht also nicht nur darum, welche Schuhgröße passt oder welche Abnehmmethode, sondern in welcher Phase, zu welcher Situation passt dein Schuh oder zu welcher Situation muss er passen. Das ist also für mich der eigentliche Kern. Du brauchst nicht nur Informationen, du brauchst Prioritäten. Ein guter Tipp zur falschen Zeit kann dich trotzdem verwirren. Ich nehme mal das Thema Nahrungsergänzungsmittel. Ja, von mir aus können Nahrungsergänzungsmittel bei dem einen oder anderen sinnvoll sein. Kreatin zum Beispiel kann durchaus sinnvoll sein. Auch Vitamin D kann sinnvoll sein, wenn ein Mangel da ist. Omega-3 kann bei manchen Themen auch Sinn ergeben. Magnesium kann je nach Situation helfen. Aber wenn deine Mahlzeiten chaotisch sind, du tagsüber nur Kaffee trinkst, abends Heißhunger hast, kaum schläfst und dich wenig bewegst, dann ist die Frage nach dem perfekten Nahrungsergänzungsmittel vielleicht gerade nicht deine wichtigste Baustelle. Oder Intervallfasten. Für manche kann das funktionieren. Aber wenn du abends sowieso regelmäßig die Kontrolle verlierst, weil du tagsüber zu wenig isst, dann kann ein noch längeres Fastenfenster dein Problem sogar noch verstärken. Oder das Thema Krafttraining, ja, das ist super wichtig. Gerade ab 35 oder ab 40, in den Wechseljahren sowieso. Aber wenn jemand anfängt, fünfmal pro Woche hart zu trainieren, während der Schlaf und die Ernährung völlig instabil sind, kommt oft nach kurzer Zeit nur mehr Hunger, mehr Müdigkeit und noch mehr Frust. Und was heißt das? Nicht jede richtige Maßnahme ist gerade die richtige Maßnahme für dich. Und deshalb ist die Reihenfolge so entscheidend. Ganz viele Leute kommen zu mir und fragen mich, was kann ich denn noch so machen? Und ich würde mich an deren Stelle viel öfter mal fragen, was bremst dich denn gerade am meisten? Das ist eine viel, viel bessere Frage. Denn du bekommst dadurch eine ganz andere Antwort. Denn wenn du weißt, was dich wirklich bremst, musst du nicht zehn Dinge gleichzeitig optimieren. Dann kannst du nämlich gezielt ansetzen. Und jetzt lass uns mal über diese Methodenmischung sprechen. Und da sehe ich wirklich super oft. Viele machen nicht nur eine Methode so richtig, sondern sie machen fünf Methoden nur so halb. Also morgens wird gefastet. Mittags gibt es dann Low Carb. Abends werden Kalorien eingespart. Und nebenbei sollen irgendwie noch 120 Gramm Eiweiß rein. Krafttraining soll da auch noch irgendwie reinpassen. Und ja, Schritte natürlich. Und Darmtee und Magnesium, vielleicht noch Apfelessig. Und am Wochenende gibt es, wenn man das so häufig hört, eine Schummelmahlzeit, also ein Cheatmeal. Und Montag machst du dann wieder streng. Und alles zusammen fühlt sich nach so richtig Einsatz an. Nach ich tue doch wirklich richtig viel. Ja, aber dein Körper bekommt oft keine klare Wiederholung, kein richtiges System dahinter. Und dein Kopf übrigens auch nicht. Man weiß nämlich dann gar nicht mehr, was wirkt denn eigentlich? Warum habe ich Hunger? Liegt es jetzt am Fasten oder vielleicht daran, dass ich zu wenig Kalorien esse? Oder liegt es vielleicht doch an zu wenig Schlaf? Oder habe ich Hunger, weil ich so viel trainiere? Oder vielleicht liegt es doch am Stress oder ist mein Hormonhaushalt durcheinander? Oder liegt jetzt doch an den Kohlenhydraten? Oder führt das Wochenende dazu, dass ich innerhalb der Woche mehr Hunger habe? Und wenn man alles gleichzeitig verändert, dann kann man natürlich kaum erkennen, was hilft und was schadet. Und das ist wie in der Werkstatt. Wenn ein Auto ruckelt und du wechselst gleichzeitig deine Reifen, du wechselst die Batterie, du wechselst das Öl, die Zündkerzen, den Scheibenwischer und das Radio, dann weißt du danach wahrscheinlich nicht, was das eigentliche Problem war. Vielleicht läuft es besser, vielleicht aber auch nicht. Aber du hast auf jeden Fall keine klare Erkenntnis. Und beim Körper ist es ähnlich. Wenn du alles gleichzeitig drehst, entsteht selten Klarheit. Und wenn du alles nur so halb machst, entsteht schon mal gar nicht irgendwie Stabilität. Und ich sage das so deutlich, weil ganz viele Frauen sich genau an dieser Stelle verlieren. Sie glauben nämlich, sie müssten noch mehr tun. Dabei müssten sie eigentlich oft weniger tun. Aber halt das Richtige konsequenter. Und ja, konsequent klingt erstmal weniger sexy als vielleicht der nächste neue Trend. Aber dein Körper reagiert nun mal auf Wiederholung. Nicht auf Begeisterung am Montag, auch nicht auf ein tolles Konzept auf dem Papier, nicht auf fünf perfekte Tage und dann völliges Chaos am Wochenende. Wiederholung ist entscheidend. Dein Körper fragt nämlich nicht, wie motiviert warst du beim Planen. Er fragt lediglich, was kommt regelmäßig bei mir an. Und jetzt ist natürlich die Frage, warum suchen viele Frauen ständig nach neuen Methoden? Und ich glaube, das hat ganz viel mit Frust zu tun. Denn wenn etwas nicht klappt, sucht man natürlich eine Erklärung dafür. Das ist völlig normal. Die Waage geht nicht mehr runter. Der Bauch bleibt immer noch, die Hose sitzt eng. Man macht sich irgendwie Mühe und irgendwie denkst du natürlich dann irgendwann, ja vielleicht fehlt mir doch noch die richtige Methode. Vielleicht habe ich die eine Sache noch nicht verstanden. Vielleicht liegt es nun mal am Darm oder an den Hormonen oder am Cortisol oder am Timing oder an den Kohlenhydraten oder zu wenig Sport. Und vielleicht ist da auch wirklich was dran. Ich will das gar nicht kleinreden, aber manchmal sucht man gar nicht mehr wirklich nach Wissen. Das, was du da eigentlich suchst, ist doch wirklich nur Erleichterung. Erleichterung von der ganzen Frustration, dass es bisher nicht geklappt hat. Und ja, eine neue Methode gibt ganz kurz das Gefühl, okay, es gibt noch Hoffnung. Ich starte wieder. Diesmal habe ich etwas Neues. Ja, das Problem ist nur, wenn die neue Methode wieder nicht sauber umgesetzt wird, kommt nach zwei Wochen der nächste Wechsel. Und so entsteht ein Kreislauf. Und zwar nicht, weil du faul bist, sondern aus Hoffnung, aus Enttäuschung und aus neuer Hoffnung. Ganz viele Frauen haben schon sehr viel angefangen, aber wenig, lange genug durchgezogen. Und das geht natürlich nicht für andere. Die Marion, also meine Schweizer Kundin zum Beispiel, die hat zwei Jahre sich komplett Low Cup ernährt. So gut wie keine Kohlenhydrate gegessen, kein Reis, keine Nudeln, keine Kartoffeln. All das war in ihrem Alltag die letzten zwei Jahre komplett gestrichen. Und trotzdem ist nichts auf der Waage passiert. Und zwar nicht, weil Low Cup generell nicht funktioniert, sondern weil es für sie in ihrer Situation nicht funktioniert hat. Was ich also damit sagen will, ist nicht, dass du nur lange genug etwas durchziehen musst. Weil es geht nicht darum, dass man sich mit einem schlechten Plan quälen soll. Natürlich nicht. Der Plan muss einfach passen. Aber viele brechen nicht ab, weil der Plan wirklich falsch war. Sie brechen nur ab, weil der nächste Tipp schon wieder interessanter klingt. Oder weil es nach zehn Tagen noch nicht so spektakulär genug war. Oder weil die Waage an zwei Tagen irgendwie mal komisch reagiert hat. Oder weil das Wochenende dazwischen kam. Und dann wird wieder gewechselt. Erst Fasten, dann wieder Low Carb, Kalorien zählen, intuitiv essen, mehr Sport, weniger Sport, Detox, Darmkur, Reset. Und am Ende hat man ganz viel Erfahrung gesammelt. Aber wenig Ruhe. Und möchte ich dir was sagen? Ich glaube, ganz viele brauchen erstmal eine Art Informationsdiät. Und zwar nicht beim Essen. Beim Abnehmen-Input. Also weniger neue Tipps, weniger Vergleiche, weniger, ja, das müsste ich doch eigentlich auch noch machen. Sondern es geht um mehr Fokus. Und jetzt wird es vielleicht ein bisschen unbequem. Denn natürlich, die Basics wirken langweilig. Aber ganz oft fehlen genau diese. Ich weiß, niemand will mehr hören, isst genügend Eiweiß oder beweg dich mehr im Alltag oder fang doch mal mit Krafttraining an. Oder schlaf besser, plane vielleicht dein Wochenende, iss weniger nebenbei, trink nicht ständig Kalorien, geh mit Stressessen anders um. Das klingt nicht neu. Das klingt auch nicht aufregend. Das klingt nicht nach der Geheimformel. Aber genau diese Dinge entscheiden bei vielen viel mehr als der nächste Spezialansatz. Viele suchen die komplizierte Ursache, während einfache Dinge im Alltag einfach noch nicht stabil laufen. Und das meine ich gar nicht abwerten, wirklich nicht. Denn einfach heißt nicht leicht. Regelmäßig genügend Eiweiß zu sich zu nehmen, das klingt erstmal einfach. Es aber in einem vollen Alltag wirklich zu machen, das ist was ganz anderes. Zweimal pro Woche Krafttraining, klingt erstmal einfach. Das aber zwischen Job, Familie, Müdigkeit und Termin durchzuziehen, das ist auch was anderes. Das Wochenende im Blick zu behalten, klingt doch auch erstmal einfach. Es aber zu schaffen, wenn Freunde, Restaurants, Weinen und Familie dazukommen, das ist was ganz anderes. Stress essen zu reduzieren, klingt auch einfach. Es aber umzusetzen, wenn der Tag dich komplett leergezogen hat, das ist was anderes. Also ja, die Basics sind erstmal einfach, aber sie sind nicht automatisch leicht umzusetzen. Und genau aus diesem Grund verdienen sie einfach mehr Respekt. Viele überspringen erstmal die Grundlagen, weil sie schon so viel davon gehört haben. Aber etwas gehört zu haben, bedeutet ja nicht, dass es im Leben stabil umgesetzt ist. Das ist wie Zähneputzen. Jeder weiß natürlich, dass Zähneputzen wichtig ist. Aber der Nutzen kommt nicht vom Wissen. Der Nutzen kommt nur davon, dass du es auch jeden Tag machst. Und beim Abnehmen ist es nun mal genauso. Du kannst wissen, dass Eiweiß wichtig ist. Die Frage ist, ist du es denn wirklich auch regelmäßig? Du kannst wissen, dass Schritte helfen. Aber die Frage ist, kommst du wirklich auf mehr Bewegung im Alltag? Du kannst wissen, dass Schlaf wichtig ist. Und trotzdem ist die Frage, verhältst du dich abends so, als wäre Schlaf wichtig? Und das ist der Unterschied zwischen Wissen und Wissen? Und Umsetzung. Und an dieser Stelle können wir ja mal einen Prioritäten-Check machen. Also lass uns doch mal ganz nüchtern schauen. Was könnte bei dir gerade wirklich relevant sein? Ist du wirklich regelmäßig genug Eiweiß? Und zwar nicht theoretisch, sondern wirklich praktisch, auf deinem Teller. Oder sind deine Mahlzeiten wirklich sättigend? Oder ist du tagsüber eher leicht und suchst abends ständig weiter? Trinkst du genug? Bewegst du dich im Alltag genügend? Oder besteht dein Alltag eher aus Auto? Schreibtisch Meeting und Sofa? Machst du Krafttraining? Und wenn ja, auch wirklich regelmäßig genug, damit dein Körper auch ein Signal bekommt. Schläfst du halbwegs gut oder bist du seit Monaten müde und erwartest trotzdem die perfekte Entscheidung? Passiert es dir regelmäßig, dass du abends doch dann irgendwie in die Snacktüte greifst? Oder sabotiert dein Wochenende vielleicht deine Woche? Ist du vielleicht zu viel nebenbei? Beim Kochen, im Vorbeigehen, vom Teller der Kinder, aus der Schublade? Hast du vielleicht eine lange Diätgeschichte und traust deinem Hunger nicht mehr? Ist vielleicht Stress dein Hauptthema? Oder Alkohol oder dein Businessalltag? Oder die Tatsache, dass du ständig alles anfängst und nichts lange genug machst. Das sind die eigentlichen Fragen. Nicht, was könnte man theoretisch noch alles optimieren, sondern wo verliere ich aktuell wirklich Fortschritt? Das ist die eigentliche Strategie. Und eine gute Strategie beginnt nicht mit noch mehr Möglichkeiten. Eine gute Strategie beginnt mit einer Auswahl. Du nimmst nicht alles. Du nimmst das, was jetzt dran ist. Und ich nehme mal ein Beispiel. Eine Frau isst tagsüber kaum Eiweiß, bewegt sich wenig, hat abends Heißhunger und snackt auch viel. Für diese Frau ist es wahrscheinlich nicht der erste Schritt, über Nahrungsergänzungsmittel oder ein kompliziertes Hormonprotokoll nachzudenken. Der erste Schritt könnte sein, aus meiner Sicht, bei zwei Mahlzeiten am Tag wirklich darauf zu achten, dass dort genügend Eiweiß mit dabei ist. Und abends ein richtiges Abendessen. Und nach dem Essen keine offenen Snacks auf dem Sofa. Drei Wochen lang, fertig. Und das klingt fast zu einfach, aber genau das kann so viel verändern. Oder wir nehmen mal ein anderes Beispiel, eine andere Frau. Unter der Woche läuft da alles super. Aber jedes Wochenende fliegt sie komplett raus. Restaurant, Alkohol, Brunch, Snacks. Und Sonntag gibt es wieder, naja, morgen mache ich weiter. Und für sie ist vielleicht nicht das Problem, dass sie zu wenig über Ernährung weiß. Ihr Thema ist eher das Wochenende. Also braucht sie keinen neuen Ernährungsstil, sie braucht einfach nur eine Wochenendstrategie. Oder noch eine andere Frau. Die hat einen komplett vollen Joballtag. Sie sitzt den ganzen Tag, schläft schlecht, trinkt viel Kaffee und isst sehr, sehr spät. Und da wäre vielleicht der erste Schritt Morgenlicht. Oder mehr Schritte. Mittagessen im Kalender einzutragen. Kaffee nicht als Mahlzeitersatz zu nehmen. Und vielleicht ein kleiner Feierabendübergang. Das ist Individualität. Und genau deshalb ist es so problematisch, wenn man jeden allgemeinen Tipp sofort auf sich selbst draufpackt. Nicht jeder Tipp verdient gerade Platz in deinem Alltag. Auch ein guter Tipp kann warten. Und das darfst du dir gerne mal hinterm Ohr notieren. Du darfst gute Tipps ignorieren. Zumindest mal für eine Zeit. Du musst nicht jede neue Studie, jeden neuen Trend und jede neue Methode sofort einbauen. Fokus bedeutet nämlich auch, gute Dinge liegen zu lassen, damit du das Wichtigste überhaupt mal umsetzen kannst. Und das, genau das, fällt ganz vielen so unglaublich schwer, weil sie nämlich Angst haben, etwas zu verpassen. Vielleicht ist ja der nächste Tipp der entscheidende. Vielleicht liegt ja da die Lösung. Vielleicht mache ich doch noch zu wenig. Aber oft verpasst du nicht die Lösung. Du verpasst einfach die Wiederholung. Du verpasst die Ruhe, die du hast, mal 30 Tage bei einer Sache zu bleiben. Und deshalb würde ich an dieser Stelle gerne über einen 30-Tage-Fokus sprechen. Und zwar nicht als Challenge, wie man das immer so neudeutsch hört und nicht als extremes Programm, sondern eher als Gegenmittel gegen den ganzen Abnehmlerm. Für 30 Tage wählst du zwei oder drei Dinge aus. Und zwar nicht zehn, nur zwei oder drei. Und die machst du mal wirklich. Nehmen wir die Variante Ernährung stabilisieren. Und zwar für 30 Tage. Bei zwei Mahlzeiten am Tag ist eine klare Eiweißkellweile drin. Eine Mahlzeit am Tag wird ohne nebenbei Essen gegessen. Süßes wird nicht verboten, aber bewusst nach einer Mahlzeit eingeplant. Und das reicht. Keine Darmkur, kein ständiger Methodenwechsel, kein Neustart am Montag. Erstmal 30 Tage diese drei Dinge. Oder vielleicht Variante Bewegung. Und zwar für 30 Tage. Jeden Tag eine realistische Schrittzahl. Zweimal pro Woche vielleicht ein bisschen Training. Nach dem Abendessen 10 Minuten gehen. Und auch das reicht erstmal. Es muss gar nicht perfekt sein, aber einfach nur wiederholt. Oder nehmen wir mal die Variante Wochenende. Für 30 Tage. Vor dem Wochenende legst du dir ein Genusshighlight fest. Alkohol wird vorher entschieden, ob du es nimmst oder ob du das zu dir nimmst oder nicht. Und Sonntagabend gibt es kein Morgen beginnt-Tiät-Finale. Das ist für manche viel wichtiger als jede Diskussion über irgendwelche Makronährstoffe oder Mikronährstoffe. Oder Variante Stressessen. Auch hier für 30 Tagen. Vor dem Abendessen planst du dir einen 10-Minuten-Übergang ein. Wenn du nicht weißt, was ich meine, hör dir mal die letzten Podcast-Folgen an. Da gehe ich da mit Detail drauf ein. Also nochmal, vor dem Abendessen einen 10-Minuten-Übergang eintragen. Tagsüber eine Mahlzeit, die dich wirklich satt macht. Und wenn du Essdruck hast, diesen erst einmal herunterfahren und dann erst entscheiden, was du isst. Und ja, das klingt erstmal simpel, aber es ist ein Plan. Und ein simpler Plan, der umgesetzt wird, schlägt immer einen perfekten Plan, der nur im Kopf existiert. Der beste Plan ist nicht der, der am klügsten klingt. Der beste Plan ist der, den du auch an einem normalen Dienstag durchziehen kannst oder was war auch immer für den Tag. An einem Tag, wo du arbeitest. Mit Termin, mit Müdigkeit, mit Familie, mit nicht perfekter Laune, mit echtem Leben. Denn da entscheidet sich, ob es ein guter Plan ist oder nicht. Nicht an einem Sonntagabend, an dem du super motiviert bist und einen neuen Plan schreibst. Denn da fühlt sich sowieso alles machbar an. Die Frage ist also, was passiert am Mittwoch um 19 Uhr? Was passiert Freitagabend? Oder was passiert bei einer schlechten Nacht oder nach einer schlechten Nacht? Was passiert, wenn du keine Lust hast? Ein Plan muss auch dort funktionieren. Sonst ist es nur Theorie. Es gibt dort nämlich einen Trugschluss, was Einfachheit angeht. Ganz viele verwechseln einfach mit schlecht. Oder mit, das ist ja nur für Anfänger. Oder das kann ja nicht reichen. Aber einfach ist oft genau das, was fehlt. Einfach bedeutet nämlich, ich weiß, was ich heute tue. Ich muss nicht dauernd neu verhandeln. Ich kann es wiederholen. Und ich kann es auch machen, wenn der Tag nicht perfekt ist. Einfach ist absolut nicht dumm. Einfach ist umsetzbar. Und umsetzbar ist beim Abnehmen unglaublich wichtig. Denn dein Körper verändert sich nicht durch komplizierte Ideen. Er verändert sich nun mal durch wiederholte Signale. Wiederholt Eiweiß, wiederholt Bewegung, wiederholt Krafttraining, wiederholt Schlafverbessern, wiederholt weniger nebenbei essen, wiederholt Wochenende, die nicht jedes Mal ausufern. Und wiederholt ruhiger Umgang mit Ausnahmen. Und ja, natürlich ist das nicht spektakulär, aber das wirkt nun mal. Und jetzt möchte ich noch ein paar Warnzeichen geben. Warnzeichen, dass dein Plan zu kompliziert ist. Dein Plan ist wahrscheinlich zu kompliziert, wenn du morgen schon gestresst bist, weil du nicht weißt, welche Regel heute geht. Wenn du mehr recherchierst als handelst, wenn du ihn nur an perfekten Tagen schaffst, wenn du ständig denkst, mache ich das richtig, wenn du nach einer kleinen Abweichung direkt komplett aussteigst. Oder wenn du jeden Tag neue Informationen brauchst, um motiviert zu bleiben, wenn du das Gefühl hast, Abnehmen ist ein Vollzeitjob, wenn du dich gestresster fühlst als vorher. Ein guter Plan nämlich sollte dich nicht den ganzen Tag mit Abnehmen beschäftigen. Er sollte dir helfen, ruhiger zu handeln. Und das finde ich super, super wichtig. Denn Abnehmen darf natürlich Aufmerksamkeit bekommen, ja. Aber es sollte nicht dein komplettes Denken übernehmen. Wenn du den ganzen Tag nur noch über Essen, Training, Schritte, Schlaf, Nahrungsergänzungsmittel und Kalorien nachdenkst, ist das irgendwann mit Sicherheit kein gesunder Weg mehr. Dann brauchst du eine Vereinfachung und nicht noch mehr Optimierung. Und an dieser Stelle würde ich dir gerne mal dazu eine kleine Übung mitgeben. Nimm doch mal ein Blatt Papier. Wenn du gerade im Auto sitzt, bitte nicht, dann hör dir das nachher nochmal an oder merk dir, was du jetzt tun sollst. Oder mach dir auch gerne von mir aus eine Notiz am Handy, wenn du gerade nicht im Auto sitzt. Und mach dir mal drei Spalten. Erste Spalte, was weiß ich schon? Und da schreibst du alles rein, was du eigentlich weißt. Eiweiß ist wichtig, Bewegung hilft, Krafttraining ist gut, Schlaf zählt, Stress beeinflusst, das Essen, das Wochenende zählt auch irgendwie, Alkoholkant, das Abnehmen bremsen, nebenbei essen, also Snacken, das summiert sich irgendwie, all das, was du weißt. In der zweiten Spalte, was mache ich davon wirklich regelmäßig? Und hier musst du wirklich ehrlich sein. Nicht was finde ich wichtig, auch nicht, was habe ich schon mal gemacht, sondern was mache ich wirklich regelmäßig? Und in der dritten Spalte, was bremst mich gerade am meisten? Nur ein Bereich, nicht acht. Vielleicht ist es der Abend oder das Wochenende oder zu wenig Bewegung oder zu wenig Eiweiß, vielleicht auch der Schlaf oder Stressessen, vielleicht auch dieser ständige Methodenwechsel, den ich heute angesprochen habe. Und genau diesen Bereich nimmst du dir für die nächsten 30 Tage. Nicht dein ganzes Leben umbauen, sondern nur ein Bereich verbessern. Und genau das wird dir Klarheit bringen. Die Frage ist nämlich nicht, was du alles schon weißt, sondern die Frage ist, was davon ist auch schon in deinem Alltag angekommen? Und wenn du ehrlich bist, ist da meistens genug zu tun. Ohne noch 10 neue Tipps. Denn wahrscheinlich weißt du natürlich, dass Eiweiß wichtig ist. Aber trotzdem besteht dein Frühstück aus Müsli oder nur aus dem Kaffee. Vielleicht weißt du auch, dass Krafttraining total wichtig ist, aber du machst es nun mal alle drei Wochen nur. Oder gar nicht. Vielleicht weißt du auch, dass Schlaf wichtig ist, aber du behandelst deinen Schlaf wie den Restposten deines Tages. Und wahrscheinlich weißt du auch, dass das Wochenende zählt. Aber Freitagabend checkst du jedes Mal innerlich aus. Und wenn du all das weißt, dann brauchst du auch keinen neuen Hype. Dann brauchst du einfach nur noch Umsetzung. Mehr Wissen bringt dich nicht automatisch weiter. Wissen ist gut und verstehen ist auch gut. Ich bin absolut dafür, dass alle ihren Körper besser verstehen. Aber wenn aus Wissen lärm wird, wenn du ständig neue Methoden mischst, wenn du vor lauter Tipps gar nicht mehr weißt, was für dich gerade relevant ist, dann wird dein Wissen zu deiner größten Bremse. Und vielleicht brauchst du gerade nicht den nächsten Podcast oder das nächste Video, den nächsten Trend, den nächsten Plan. Vielleicht brauchst du einfach nur die Entscheidung, eine Sache lange genug umzusetzen, damit sie überhaupt mal wirken kann. Weniger gleichzeitig, mehr Wiederholung. Weniger Lärm, mehr Klarheit. Weniger perfekte Strategie, sondern mehr normaler Dienstag. Denn am Ende zählt nicht, wie viel du über das Abnehmen weißt. Am Ende zählt, was du davon so in dein Leben bringst, dass dein Körper es auch regelmäßig erlebt. Und wenn du dich darin wiedererkennst und merkst, dass du eigentlich schon unglaublich viel über das Abnehmen weißt, aber vor lauter Methoden, Regeln und Tipps kaum noch weißt, was für dich wirklich relevant ist, dann schau gerne mal in die Shownotes. Da findest du die Möglichkeit, dich bei mir zu melden. Und dann schauen wir gerne mal gemeinsam darüber, was bei dir gerade wirklich bremst und wie du aus diesem ganzen Abnehmen lärm wieder einen klaren, umsetzbaren Weg machst. Ein Weg, der nicht nur in der Theorie gut klingt, sondern wirklich in deinem Alltag funktioniert. Und zwar mit all dem, was dazugehört, mit deiner Arbeit, mit deiner Familie, mit Stress, mit dem Wochenende, mit echten Tagen, mit einem echten Alltag. Denn ich bin mir sicher, du brauchst keinen Plan, der dich noch mehr beschäftigst. Du brauchst einen Plan, der dich endlich wieder ins Handeln bringt. Und wenn du jemanden kennst, der ständig neue Methoden ausprobiert, aber nie richtig mal zur Ruhe kommt, dann schick diese Person gerne mal diese Folge. Und damit bin ich auch schon am Ende der heutigen Podcast-Episode. Ich hoffe, es hat dir gefallen und du konntest wieder einige Sachen mitnehmen. Ich wünsche dir eine schöne Woche und wir hören uns.