WARUM NICHT EINFACH ABNEHMEN?
Der Podcast rund ums Thema schnelles und einfaches Abnehmen für alle, die endlich Ergebnisse auf der Waage und im Spiegel sehen wollen. Hier geht es um rigorose Ehrlichkeit. Was funktioniert wirklich und was ist nur blanke Theorie?
Ich bin Marcus Milarov - Abnehmcoach, langjähriger Geschäftsleiter von mehreren Fitnessclubs, Dozent, Ausbilder für Fitnessberufe und Experte für Gewichtsreduktion aus Berlin.
Tauche mit mir in die Welt der Stoffwechseloptimierung ein und entdecke, was jenseits von Kalorienzählen und weniger essen möglich ist.
Kennst du das Gefühl, aus Stress oder emotionalen Gründen zu essen? Ich werde diesem Teufelskreis den Kampf ansagen und nachhaltige Strategien entwickeln, um emotionales Essen zu überwinden und Stressessen in den Griff zu bekommen.
Keine Zeit? Kein Problem!
Dieser Podcast ist für alle, die keine Lust mehr haben, kostbare Momente mit komplizierten Diäten zu verschwenden. Er ist ein unverzichtbarer Begleiter für müheloses Gewicht verlieren, selbst wenn dein Leben von Beruf und Familie in Beschlag genommen wird.
Gemeinsam werden wir beweisen, dass Abnehmen mit Leichtigkeit und Freude möglich ist – und das sogar mit Kindern im Schlepptau.
WARUM NICHT EINFACH ABNEHMEN?
124 - Die Perfektionsfalle: Warum du beim Abnehmen immer wieder stehen bleibst
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Du startest motiviert, machst dir einen perfekten Plan, willst diesmal wirklich alles richtig machen – und dann kommt das echte Leben dazwischen.
Ein stressiger Arbeitstag.
Schlechter Schlaf.
Ein Geschäftsessen.
Ein emotionaler Moment.
Ein verpasstes Training.
Und plötzlich ist nicht nur der Plan kaputt, sondern auch dein Vertrauen in dich selbst.
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Perfektionismus beim Abnehmen oft genau das Gegenteil bewirkt: Er erzeugt Druck, Überforderung, Alles-oder-nichts-Denken – und führt dazu, dass viele Frauen immer wieder stehen bleiben oder komplett neu anfangen.
Du erfährst:
- warum perfekte Abnehmpläne im echten Alltag oft scheitern
- weshalb Disziplin nicht das eigentliche Problem ist
- wie Alles-oder-nichts-Denken deinen Fortschritt sabotiert
- warum zu viele Veränderungen auf einmal überfordern
- welchen Einfluss Stress, Cortisol und Druck auf dein Essverhalten haben
- und warum ein machbarer Plan langfristig mehr verändert als ein perfekter
Diese Folge ist für dich, wenn du oft denkst:
„Ab Montag mache ich es richtig.“
Und dann frustriert bist, wenn du es doch nicht dauerhaft durchhältst.
Du brauchst keinen härteren Plan.
Du brauchst einen Plan, der zu deinem echten Leben passt.
💛 Verständlich erklärt.
💛 Emotional entlastend.
💛 Für Frauen, die nachhaltig abnehmen wollen – ohne Perfektionsdruck.
🎧 Hör jetzt rein und erfahre, warum du nicht perfekt sein musst, um Fortschritte zu machen.
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Ab Montag, ab Montag mache ich das richtig. Diesmal ziehst du aber komplett durch. Diesmal plane ich alles vor, diesmal gibt es keine Ausrede mehr. Und am Anfang fühlt sich das auch richtig gut an. Du machst dir einen Plan, du schreibst vielleicht Einkaufslisten, du suchst Rezepte raus, du planst deine Mahlzeiten, du nimmst dir vor, Sport zu machen, mehr Wasser zu trinken, weniger zu snacken, früher ins Bett zu gehen. Und für einen kurzen Moment fühlt sich auch alles sortiert an. So als hättest du endlich wieder Kontrolle. Aber dann kommt das echte Leben. Ein Meeting dauert länger, du schläfst schlecht, ein Kind wird vielleicht krank, ein Geschäftsessen kommt irgendwie dazwischen. Du hast einen emotional anstrengenden Tag. Du kommst später nach Hause als geplant. Dein Kühlschrank ist leer. Und plötzlich ist dieser perfekte Plan nicht mehr machbar. Und genau dann passiert bei ganz vielen etwas Entscheidendes. Nicht der Plan bricht zuerst, sondern das Vertrauen in sich selbst. Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge dieses Podcasts. War ja klar, ich krieg es einfach nicht hin. Ich bin einfach nicht konsequent genug. Ich muss mich einfach mehr zusammenreißen. Und genau darüber sprechen wir heute. Über die Perfektionsfalle. Denn ganz viele scheitern beim Abnehmen nicht, weil sie zu wenig wissen, nicht, weil sie zu wenig Disziplin haben und auch nicht, weil sie es nicht ernst meinen. Sie scheitern, weil ihr Plan einfach keinen Platz hat für das echte Leben. Heute möchte ich mir gerne mal anschauen, warum Perfektion beim Abnehmen so verführerisch ist und warum sie gleichzeitig so gefährlich wird. Und wie du aus diesem Alles- oder Nichts-Denken aussteigen kannst. Denn nachhaltiges Abnehmen entsteht nicht durch perfekte Tage. Es entsteht durch brauchbare Entscheidungen an unperfekten Tagen. Und lass uns mal ehrlich sein, Perfektion fühlt sich am Anfang doch richtig gut an. Ein perfekter Plan gibt dir nämlich Kontrolle. Er gibt dir Klarheit. Er gibt dir das Gefühl, jetzt habe ich alles im Griff. Und gerade wenn du viel Verantwortung trägst, wenn du beruflich viel leistest, wenn du im Alltag ständig organisierst, entscheidest, planst und funktionierst, dann ist dieser Wunsch nach Kontrolle ja total verständlich. Denn Kontrolle fühlt sich sicher an. Ein klarer Plan nimmt dir für einen Moment die Unsicherheit. Du musst nämlich nicht mehr nachdenken. Du musst nur noch umsetzen. Morgens das, mittags das, abends das, dreimal Sport, 10.000 Schritte, kein Zucker, kein Alkohol, keine Ausnahmen. Und auf dem Papier sieht das natürlich wunderbar aus. Fast wie ein frisch aufgeräumter Kleiderschrank. Alles sortiert, alles an seinem Platz, alles sieht nach einem neuen Leben aus. Aber Abnehmen passiert nun mal nicht auf dem Papier. Abnehmen passiert in deinem echten Alltag. Mit Terminen, mit Müdigkeit, mit Hormonen, mit Stress, mit sozialen Situationen, mit Tagen, an denen du stark bist und nun mal auch an Tagen, an denen du einfach nur irgendwie durchkommen willst. Und genau da wird Perfektion problematisch. Denn Perfektion fühlt sich zwar an wie Kontrolle, ist beim Abnehmen aber oft nur ein verkleideter Druck. Und Druck hält man halt nur eine Weile aus, aber selten ein ganzes Leben lang. Das eigentliche Problem an perfekten Plänen ist nicht, dass sie schlecht aussehen, ganz im Gegenteil. Sie sehen oft fantastisch aus. Das Problem ist vielmehr, sie sind meistens nicht robust. Ein perfekter Plan funktioniert nur unter perfekten Bedingungen. Und genau die hat man halt nun mal nicht. Zumindest mal nicht immer. Denn Essen vorbereiten funktioniert wunderbar. Wenn der Sonntag frei ist, du ausgeschlafen bist, der Einkauf klappt und du Lust hast, zwei Stunden in der Küche zu stehen. Aber was passiert, wenn du Sonntag völlig erschöpft bist? Auch der Plan, Sport zu machen, funktioniert super, wenn du ausgeschlafen hast, Energie hast und dein Kalender mitspielt. Aber was passiert, wenn du die Nacht kaum geschlafen hast? Intervallfasten funktioniert auch gut, wenn dein Tag ruhig beginnt. Aber was passiert, wenn du morgens schon drei Probleme lösen musst und mittags völlig unterzuckert im Meeting sitzt? Auch ein Kalorienplan funktioniert gut, wenn du jede Mahlze kontrollieren kannst. Aber was passiert beim Geschäftsessen, im Hotel, auf Reisen oder bei Einladungen? Und genau hier liegt der Punkt. Ein guter Abnehmplan ist nicht der, der an perfekten Tagen funktioniert. Ein guter Plan ist der, der auch an chaotischen Tagen nicht komplett auseinanderfällt. Denn das Leben wird immer irgendwie dazwischenkommen. Nicht vielleicht, sondern ziemlich sicher. Und die Frage ist also nicht, wie mache ich alles perfekt? Die viel bessere Frage lautet deshalb, wie mache ich es so, dass ich auch dann weitermachen kann, wenn halt nicht alles perfekt läuft. Denn ein Plan, der nur bei Sonnenschein funktioniert, ist kein echter Plan. Er ist ein Schönwetterkonzept. Und abnehmend braucht etwas komplett anderes. Es braucht ein System, das nun mal auch bei Regen stehen bleibt. Und ich würde jetzt gerne mal über etwas sprechen, was ich aus meiner Sicht für den großen Fortschrittskeller überhaupt halte. Nämlich alles oder nichts denken. Das klingt im Alltag nämlich oft so. Heute war ich nicht perfekt. Na, dann ist es sowieso egal. Dann starte ich halt morgen wieder richtig. Oder Montag. Oder nach dem Urlaub. Oder wenn es halt irgendwie ruhiger wird. Und genau dieses Muster ist unglaublich tückisch, denn es beginnt oft mit irgendeiner Kleinigkeit. Du isst ein Stück Kuchen. Nicht drei Torten, nicht den ganzen Bäcker leer. Ein Stück Kuchen. Aber innerlich passiert sofort, ach, jetzt ist der Tag eh gelaufen. Und dann wird aus einem Stück Kuchen ein ganzer Ausnahmetag. Oder du verpasst ein Training. Eigentlich ja nicht schlimm. Aber dein Kopf sagt, ach, diese Woche ist dann sowieso nicht mehr optimal. Und plötzlich wird aus einem verpassten Training eine ganze Woche Pause. Oder du isst abends halt nicht nach Plan und statt einfach zur nächsten guten Entscheidung zurückzukehren, kommt diese innere Resignation. Ach, ich starte morgen wieder richtig. Und genau das ist das Problem. Nicht der kleine Ausrutscher stoppt deinen Fortschritt, sondern der Gedanke, dass danach alles egal ist. Perfektion erzeugt keine Stabilität. Sie erzeugt Brüche. Denn sobald etwas nicht perfekt ist, fühlt es sich wie Scheitern an. Und wenn sich etwas wie Scheitern anfühlt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du komplett aussteigst. Das ist, als würdest du beim Autofahren einmal falsch abbiegen und dann sagen, gut, dann fahre ich jetzt halt den Rest des Tages einfach gegen jede Wand. Niemand würde das tun. Aber beim Essen machen viele genau das. Eine Entscheidung läuft nicht optimal und plötzlich wird der ganze Tag abgeschrieben. Dabei wäre der Schlüssel ja nicht ein perfekter Tag. Der Schlüssel wäre die nächste Entscheidung. Nicht strafend, nicht mit Selbst hast, sondern einfach nur, okay, das war jetzt halt so, was ist jetzt die nächstbeste Entscheidung? Und genau das ist der Unterschied zwischen Perfektion und Fortschritt. Denn wenn du von vornherein auf Perfektion bestehst, reicht natürlich ein Fehler aus, damit das Ganze in sich zusammenbricht, weil dann schaffst du es natürlich nicht mehr, alles perfekt zu machen. Bei Fortschritt geht es nicht um Fehler. Dann geht es nur darum, wo ist das Ziel. Und wenn man halt nur mal einen kleinen Fehler gemacht hat, dann ist es nicht schlimm. Dann machst du halt weiter. Und der eine Fehler sorgt nicht dafür, dass alles zusammenbricht. Sondern schlimmstenfalls, dass du halt ein bisschen später dein Ziel erreichst. Denn darum geht es doch eigentlich. Es geht darum, dass du von mir aus dein Abnehmziel erreichst. Und wenn du die Wahl hättest zwischen, es dauert halt drei Tage länger, aber du wirst dein Ziel auf jeden Fall erreichen, oder du wirst dein Ziel niemals erreichen, weil du immer von vornherein alles perfekt haben willst. Und beim kleinsten Fehler, beim kleinsten Ausrutscher, der dir passiert, streichst du komplett die Segel. Brichst ab, fährst wieder nach Hause und fängst wieder von vorne an. Kleine Anekdote dazu, ich war gestern im Tropical Island, ein großes Spaßbad in der Nähe von Berlin. Von mir zu Hause sind das ungefähr 88 Kilometer. Und es lief wirklich alles gut bis zur letzten Ausfahrt, die ich verpasst habe. Ich musste dann also erstmal 10 Minuten auf der Strecke bleiben, bis ich wenden konnte, um also bei der nächsten Ausfahrt rauszufahren und die gleiche Strecke wieder zurückzufahren, bis zur eigentlichen Ausfahrt. Ich bin also eine Stunde lang richtig gefahren. Nur die letzte Viertelstunde hatte nicht so perfekt geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe. Aber wie dumm wäre es denn bitte, jetzt den ganzen Weg wieder zurück nach Hause zu fahren, weil mein Ziel es war, alles perfekt zu machen. Die perfekte Fahrt dorthin zu machen. Und nur weil ich kurz vor Ende einen kleinen Fehler gemacht habe und nicht aufgepasst habe, jetzt wirklich alles zu streichen. Und so absurd dieses Beispiel ist, genau das machen viele. Das Ziel war es doch, am Ziel anzukommen. Und nur weil ich jetzt durch diesen kleinen Fehler 20 Minuten später angekommen bin und die Fahrt dadurch also nicht perfekt war, werde ich doch nicht alles aufgeben. Zumal ich den kompletten Rückweg nach Hause wahrscheinlich nicht überlebt hätte, weil einer meiner Kinder mich stranguliert hätte. Und so gerne man sagt, der Weg ist das Ziel, nein, manchmal ist das Ziel das Ziel. Und trotzdem darf der Weg dahin gerne leicht sein. Unbeschwert und ohne Quälerei. Und nur weil mal ein Ausrutscher passiert, heißt das nicht, dass man den kompletten Weg aufgeben muss. Oder gar sein Ziel. Und ich kann dir eines sagen, die meisten starten nicht mit zu wenig Motivation. Sie starten mit zu viel auf einmal. Und das sieht dann ungefähr so aus. Ab Montag wird die Ernährung umgestellt. Dann dreimal die Woche Sport. Täglich 10.000 Schritte. Zwei Liter Wasser. Kein Zucker, kein Alkohol, das Essen vorbereiten, mehr Eiweiß, weniger Kaffee, früher schlafen, Kalorien tracken, Nahrungsergänzungsmittel organisieren, jeden Morgen wiegen und vielleicht noch ein neues Tagebuch anfangen. Meditation und Atemübung. Und ja, fachlich betrachtet ist vieles davon sogar sinnvoll. Das Problem ist einfach nur, es ist zu viel. Nicht, weil du unfähst, das alles gleichzeitig zu machen, sondern weil dein Alltag keine leere Leinwand ist. Du startest nun mal nicht bei null. Du startest mit Job, mit Verantwortung, mit deiner Familie, mit mentaler Last oder mentalem Frust sogar. Du startest mit Termin, mit Erschöpfung, mit Gewohnheiten und mit einem Körper, der vielleicht schon seit Jahren unter Stress steht. Und dann kommt noch dieser perfekte Plan obendrauf. Wie ein zweiter Vollzeitjob. Und irgendwann sagt dein Alltag nun mal, danke, ich kündige. Und genau in so einem Moment entsteht dann einfach mentale Überlastung. Du musst ständig entscheiden, planen, kontrollieren, ausgleichen, bewerten. War das jetzt richtig? War das zu viel? Habe ich genug Eiweiß? Darf ich das noch essen? Muss ich heute noch Schritte machen? War das Training intensiv genug? Und ich sage dir eins, irgendwann ist dann nicht mal mehr Hunger das Problem. Sondern einfach nur die Erschöpfung von all diesen Regeln. Und wenn sich dein Plan anfühlt wie ein zweiter Vollzeitjob, dann wird dein Alltag irgendwann kündigen. Das sage ich dir so, wie es ist. Deshalb ist beim Abnehmen nicht die Frage, was wäre theoretisch ideal, sondern was ist für mich dauerhaft machbar? Denn nur das, was du auch wirklich wiederholen kannst, kann dich verändern. Und aus meiner Erfahrung sind es gerade leistungsstarke Frauen, die besonders häufig in diese Perfektionsfalle geraten. Und mit leistungsstark meine ich jetzt nicht, dass du unbedingt eine Managementposition haben musst. Aber wenn du zu Hause in Anführungszeichen den Hut auf hast, alles organisierst, dich zum Großteil um den Haushalt kümmerst, das Familienleben planst und auch durchführst, dann brauchst du nicht im Job noch eine Führungsposition, denn diese Führungsposition hast du schon zu Hause. Auch wenn das viele Männer nicht wahrhaben wollen. Jedenfalls gerätst du gerade als Frau häufig in diese Perfektionsfalle, denn das ist kein Zufall. Viele Frauen sind es nämlich einfach gewohnt, Dinge hinzubekommen. Sie organisieren Teams, führen Unternehmen, managen Familien, treffen Entscheidungen, tragen Verantwortung, funktionieren auch dann, wenn sie müde sind. Und dann kommt auch noch das Thema Abnehmen dazu. Und ist das denn verwunderlich, wenn dann solche Gedanken aufkommen wie, wenn ich im Job schon so viel hinbekomme, dann muss ich das doch auch noch schaffen? Und dann wird Abnehmen behandelt wie ein Projekt. Mit Plan, mit Ziel, mit Kontrolle, mit Kennzahlen, mit Deadlines. Und ja, natürlich ist die Struktur wichtig. Aber dein Körper ist nun mal kein Projektmanagement-Tool. Du kannst deinen Körper nicht managen wie eine To-Do-Liste. Denn dein Körper reagiert nicht nur auf deinen Plan, er reagiert auch auf Schlaf, auf Stress, auf Hormone, auf Energieverfügbarkeit, auf emotionale Belastung, auf Sicherheit, auf Erholung. Nur mal auf deinen Alltag. Und genau deshalb ist Mehrkontrolle nicht immer die Lösung. Manchmal ist Mehrkontrolle sogar das Problem, das eigentliche Problem. Denn je stärker du versuchst, alles zu kontrollieren, desto mehr Druck entsteht. Und je mehr Druck entsteht, desto stärker reagiert dein Körper mit Stresssignalen. Und genau das ist das, wovon ich immer spreche. Beziehungsweise das, was mir so viele Frauen sagen in meinen Beratungen, ich mache doch alles richtig, warum passiert denn nichts? Und die Antwort lautet ganz einfach, weil dein Körper nicht mehr Sicherheit spürt, sondern nur noch Anforderung von außen. Und wenn wir gerade bei Anforderungen sind, Perfektionismus ist nicht nur ein mentales Thema. Er hat auch tatsächlich einen körperlichen Preis. Denn ein perfektionistischer Abnehmplan erzeugt natürlich Dauerstress. Und das Problem ist, dass du diesen Stress am Anfang gar nicht so richtig wahrnimmst. Der läuft nämlich wie ein Hintergrundprogramm, sodass sich dein Unterbewusstsein immer wieder die Frage stellt, habe ich auch genug getan? War das vielleicht zu viel? Darf ich das essen? Muss ich das vielleicht ausgleichen? Bin ich schon wieder gescheitert? Oder warum bin ich nicht einfach konsequenter? Und genau diese leise Stimme aus deinem Unterbewusstsein wird sehr wohl von deinem Körper wahrgenommen, als innere Daueranspannung. Stress zeigt sich nämlich nicht nur im Kalender. Stress zeigt sich auch in deinen Hormonen, zum Beispiel über Cortisol, deinem Stresshormon. Und wenn dein Körper dauerhaft unter Druck steht, dann wird dieses Stresshormon Cortisol alles beeinflussen. Deinen Schlaf, deinen Hunger, deine Sättigung, deine Verdauung, deine Regeneration, deine Wassereinlager, deine Lust auf Süßes, deine Energie. Und weißt du, was dann passiert? Du versuchst durch noch mehr Kontrolle abzunehmen. Und genau diese Kontrolle macht deinen Körper noch gestresster. Und ein gestresster Körper wird nicht leichter. Der wird nicht abnehmen. Nur weil der Plan perfekt ist. Ganz im Gegenteil. Und du wirst das bei dir vielleicht schon beobachtet haben. Dein Körper wird vorsichtiger. Er hält eher fest. Das heißt, statt abzunehmen, wird er eher leichter zunehmen. Das sind dann die Situationen, wo du das Gefühl hast, du bist nur am Buffet oder am Kuchen vorbeigelaufen und hast schon Kilo mehr drauf. Dein Körper wird dann auch eher nach schneller Energie suchen. Das heißt, dein Appetit nach süßem, nach ungesunden wird eher größer. Dein Körper schläft schlechter, er verlangt nach Entlastung. Und manchmal ist diese Entlastung dann nun mal Essen. Nicht, weil du schwach bist, sondern weil dein System oder dein Körper nach irgendeinem Ausweg sucht, einen Ausweg oder ein Ventil, diesen Druck wieder auszulassen. Genau den Druck, den du dir da machst. Denn wie heißt das so schön? Druck erzeugt Gegendruck. Aber genau aus diesem Grund braucht dein Körper nicht nur irgendeinen guten Plan. Er braucht ein Gefühl von Sicherheit. Denn ein Plan, der dich beruhigt, ist langfristig meistens wirksamer als ein Plan, der dich einfach nur beeindruckt. Aber was sollst du denn jetzt nun machen? Wie wäre es mit dem machbaren Plan? Also die Alternative ist nicht planlos werden. Nicht einfach alles laufen lassen, nicht sagen, naja, dann ist auch alles egal. Wenn das sowieso nicht klappt mit einem Plan, dann ist es mir auch egal. Die Alternative noch einmal, ist ein machbarer Plan. Und ein machbarer Plan ist auch nicht, ich habe irgendwas verloren. Also das Gegenteil von Sieg. Ein machbarer Plan bedeutet nicht, du bist nicht in der Lage, einen perfekten Plan auszuführen. Du musst dir also nicht einreden, dass du zu schwach bist, um den perfekten Plan auszuführen. Aber du kannst dir vielleicht vor Augen führen, dass der perfekte Plan von jemand anderem vielleicht einfach der Plan ist, der für diese Person machbar ist. Weil diese Person vielleicht einen anderen Alltag hat, nicht zu viel Stress, keine Kinder, keinen Vollzeitjob. Und damit meine ich nicht die 40-Stunden-Woche, sondern die Woche, wo du arbeitest, wie viele Stunden auch immer, plus den Haushalt, plus das Familienleben. Denn das ist der eigentliche Vollzeitjob, den du hast. Damit meine ich also unterm Strich, dass der perfekte Plan für dich nur der machbare Plan ist. Nur der Plan, der für dich machbar ist. Das ist dein perfekter Plan. Und dazu gehört, dass du den nicht perfekt machen musst. Denn dieser perfekte Plan hat deine Ausrutscher, die dir nun mal passieren, schon mit einkalkuliert. Ein machbarer Plan ist also runterreguliert. Und nicht runterreguliert, weil du zu schwach bist. Er ist runterreguliert genug, damit du ihn einfach wiederholen kannst. Er ist einfach genug, damit dein Alltag ihn aushält. Er ist flexibel genug, damit ein schlechter Tag nicht alles komplett runterzieht oder sogar alles zerstört. Und er ist fehlertolerant genug, damit du nicht jedes Mal wieder von vorne anfangen musst. Es geht also nicht um die Frage, die du bei der Perfektion dir stellen würdest, was ist perfekt oder was wäre ideal, sondern Machbarkeit ist, was funktioniert auch an einem normalen Dienstag? Und genau diese Frage, die solltest du dir eigentlich stellen. Ein machbarer Plan arbeitet also mit Minimums, nicht immer mit dem Maximum. Zum Beispiel, nicht ich mache jeden Tag eine Stunde Sport, sondern an stressigen Tagen mache ich wenigstens 10 Minuten Bewegung. Nicht ich esse ab jetzt immer perfekt, sondern ich achte bei zwei Mahlzeiten am Tag auf mein Eiweiß. Nicht, ich koche jeden Tag frisch, sondern ich habe drei schnelle Notfallmahlzeiten, die irgendwie immer funktionieren. Nicht, ich darf nie wieder meinem ganzen Leben snacken, sondern ich baue meine Mahlzeiten so, dass ich nicht ständig snacken muss. Und ja, das klingt jetzt vielleicht weniger spektakulär, aber es funktioniert nun mal besser. Denn Abnehmen gelingt nicht durch perfekte Tage. Es gelingt durch brauchbare Entscheidungen an unperfekten Tagen. Und genau davon brauchst du viele. Nicht ein paar glänzende Vorzeigetage, sondern ganz viele solide, wiederholbare Tage. Das bedeutet also, dass einer der wichtigsten Bausteine eines machbaren Plans Plan B ist. Denn die meisten von uns haben halt immer nur Plan A. Und Plan A heißt, wenn alles gut läuft, mache ich alles perfekt. Aber sie haben halt keinen Plan dafür, wenn es mal nicht funktioniert, wenn wenig geschlafen wird, wenn irgendwelche Geschäftsessen von mir aus dazwischen kommen, wenn Stress dazukommt, wenn PMS vielleicht bei Frauen dazukommt, wenn Reisen angesagt sind, wenn Krankheit da ist, nicht nur deine eigene, sondern vielleicht auch die Krankheit deines Partners oder deiner Kinder. Wenn du volle Tage hast, wenn du emotional belastet bist. Und genau deshalb wird dann auch immer wieder von vorne gestartet. Weil es nun mal immer etwas gibt, was dazwischenkommt. Und dabei braucht nachhaltiges Abnehmen nicht ständig ein Neustart. Es braucht einfach nur, ich nenne es mal, eine Rückkehrkompetenz. Also die Fähigkeit, nach einer nicht perfekten Entscheidung wieder normal zurückzufinden. Und zwar nicht morgen, nicht Montag, auch nicht nach dem Urlaub, sondern gleich bei der nächsten Mahlzeit oder beim nächsten Getränk oder beim nächsten Spaziergang oder bei der nächsten möglichen Entscheidung. Und das wird die Fähigkeit sein, die wirklich alles verändert. Denn Fortschritt entsteht nicht, weil du niemals vom Weg abkommst. Fortschritt entsteht, weil du schneller zurückfindest. Und manchmal ist nun mal das die wichtigste Fähigkeit überhaupt. Nicht Perfektion, sondern einfach nur Rückkehr. Aber lass uns das doch mal wieder praktisch machen. Was wäre denn jetzt ein Beispiel für einen fehlertoleranten Abnehmplan? Also, was wäre denn, wenn du keine Zeit zum Kochen hast? Der perfekte oder der perfektionistische Plan würde dann sagen, dann ist alles gelaufen. Der machbare Plan bedeutet dann aber, was ist meine schnelle Notverlösung? Das kann jetzt sein, dass du einfach nur dir Eier machst mit Gemüse. Das kann auch ein Skill sein mit von mir aus Beeren oder eine kleine Portion Nüsse. Vielleicht ist es auch Hähnchen mit Tofu oder Hähnchen oder Tofu mit Fertigsalat. Eine Suppe mit zusätzlicher Eiweißquelle. Vielleicht ist es ein Omelette oder ein einfacher Teller aus Gemüse, Eiweiß und ein bisschen Kohlenhydrate. Also vielleicht ist das dann nicht Instagram-würdig. Vielleicht kannst du davon jetzt nicht ein Foto machen und das irgendwo hochladen. Aber es wird halt das sein, was wirksames. Denn all diese Lösungen werden dich mit guten Nährstoffen versorgen. Und darum geht es doch. Wer kriegt denn danach, ob das jetzt die perfekte Mahlzeit war? Also damit meine ich, die perfekt zubereitete Mahlzeit. Deinem Körper ist es vollkommen egal, ob du dafür zwei Stunden in der Küche standest oder ob du dir das mal schnell aus dem Snackregal genommen hast. Dein Körper braucht Nährstoffe, nicht Aufwand. Oder was wäre denn, wenn du dein Training nicht schaffst, was du dir vorgenommen hast? Der perfektionistische Plan würde dann wieder sagen, gut, jetzt ist die Woche eh ruiniert, dann brauche ich die ganze Woche auch gar keinen Sport mehr machen. Der machbare Plan hingegen würde sagen, was wäre denn die Minimalversion? Vielleicht zehn Minuten ein paar Kraftübungen zu Hause oder einen Spaziergang oder ich nehme heute die Treppen statt Aufzug oder vielleicht ein kurzes, keine Ahnung, Dehnungsprogramm, irgendwas, was dir gut tut. Oder vielleicht einfach nur früher ins Bett gehen, weil Regeneration heute viel wichtiger ist als ein Training. Und auch das kann wirklich eine gute Entscheidung sein. Oder was ist, wenn du auswärts essen musst? Der perfektionistische Plan würde dann sagen, so gut, kann ich eh nicht kontrollieren. Der machbare Plan hingegen wäre einfach nur, ich brauche vielleicht Leitplanken. Also zum Beispiel, vielleicht kümmere ich mich erstmal darum, dass ich Eiweiß bekomme in diesem Essen und vielleicht ein bisschen Gemüse dazu. Dann achte ich darauf, dass ich. wenn ich das esse, dass ich langsam esse, dass ich vielleicht auf meine Sättigung achte. Genießen, ohne danach alles eskalieren zu lassen. Du musst also nicht aus einem Restaurantbesuch eine Prüfung machen, aber du musst auch nicht aus jedem Restaurantbesuch einen kompletten Kontrollverlust machen. Oder was ist, wenn du einen kleinen Ausrutscher hattest, also irgendeinen Snack zwischendurch? Der perfektionistische Plan würde dann wieder heißen, so jetzt ist auch egal. Dann kann ich auch den ganzen Tag essen, was mir lieb und gerne ist. Der machbare Plan hingegen sagt, gut, eine Entscheidung ist kein Tagesurteil. Dann hattest du halt einen Ausrutscher. Oder du hattest dann halt von mir aus einen Snack, einen Snickers, einen Croissant, okay. Und dann kommt die nächste gute Entscheidung. Vielleicht ein Glas Wasser, vielleicht ein Spaziergang, vielleicht ein gutes Abendessen dann, vielleicht einfach kein Drama. Und das klingt ja, ich weiß, das klingt sehr simpel, aber genau diese kleinen Rückkehrmomente entscheiden dann langfristig viel mehr als irgendein perfekter Plan. Wozu ich dich einfach einladen möchte, ist, dass du dir einfach mal vor Augen hältst, was denn der Unterschied zwischen Perfektion und Nachhaltigkeit ist. Denn Perfektion ist sowas wie die Frage, wie mache ich alles richtig? Nachhaltigkeit hingegen ist, wie mache ich es so, dass ich es morgen wiederholen kann, dass ich das immer wieder machen kann. Und die zweite Frage ist eigentlich viel, viel mächtiger. Denn ein Plan, den du nur zehn Tage durchhältst, der verändert natürlich nicht dein Leben. Das kann der gar nicht. Aber ein Plan, den du immer wieder in dein echtes Leben einbauen kannst, der schon. Perfektion will immer Kontrolle. Nachhaltigkeit braucht nichts weiter als Vertrauen. Perfektion macht dich hart gegen dich selbst. Nachhaltigkeit macht dich handlungsfähig. Das Wichtigste ist also, dass du verstehst, dass dein Ziel nicht ist, der oder die perfekt abnehmende zu werden. Dein Ziel ist doch, ein Mensch zu werden, der auch im echten Leben gut für sich sorgt. Also nicht nur im Urlaub, nicht nur, wenn der Kalender leer ist, nicht nur, wenn du gut geschlafen hast, nicht nur, wenn alles nach Plan läuft, sondern auch dann, wenn es unordentlich ist, wenn dein Tag komplett voll war, wenn du müde bist, wenn du nicht alles kontrollieren kannst, denn genau dann entscheidet sich Nachhaltigkeit. Nicht an den perfekten Tagen, sondern an deinen ganz normalen Tagen. Und auch an ganz normalen Tagen sollte dir dein Körper wichtig sein. Oder deine Gesundheit. Nicht nur an den perfekten Tagen. Dein Körper und deine Gesundheit ist jeden Tag wichtig und sollte auch als solches behandelt werden. Das Fazit der heutigen Folge ist also, wenn du beim Abnehmen immer wieder stehen bleibst, dann liegt das vielleicht nicht daran, dass du zu wenig willst. Vielleicht willst du es einfach nur zu perfekt. Vielleicht brauchst du nicht noch den nächsten härteren Plan. Vielleicht brauchst du eigentlich nur einen Plan, der endlich zu deinem Leben passt. Ein Plan, der nicht gleich zusammenbricht, wenn dein Tag mal schwierig ist. Und du kennst diese Tage. Was du auf jeden Fall nicht brauchst, ist ein Plan, über den du dich schämst, wenn du den mal nicht perfekt machst. Oder wenn du mal nicht perfekt bist. Du brauchst vielmehr einen Plan, der dich immer wieder zurückführt, statt dich ständig neu starten zu lassen. Und das ist auch etwas, was ich meinen Kunden immer wieder sage. Du brauchst nicht den ernährungswissenschaftlich oder trainingstechnisch optimalsten Plan. Weil das ist der Plan, der dir wahrscheinlich keinen Spaß machen wird und den du sowieso nicht umsetzen kannst und auch nicht umsetzen wirst, weil er dir nun mal keinen Spaß macht. Viel wichtiger ist ein Plan, der dir wirklich Spaß macht, der zu deinem Leben passt, der angepasst an dein Leben ist. Und dann ist es auch nicht wichtig, ob der Plan vielleicht nur zu 40% effektiv ist. Denn was bringt dir der 100% effektive Plan, wenn du ihn nur 10 Tage machst? Denn Effektivität zeigt sich dann, wenn du im Ziel bist. Und wenn der Plan nun mal nur zu 40% effektiv ist, du ihn aber komplett durchhalten kannst, bis du dein Ziel erreichst, dann ist das der effektive oder dann ist das der perfekte Plan. Du musst also nicht perfekt sein, um Fortschritte zu machen. Du musst nur vielleicht irgendwann mal aufhören, jeden unperfekten Moment als Scheitern zu bewerten. Und damit bin ich am Ende dieser heutigen Folge. Ich hoffe, du konntest dir wieder einiges mitnehmen und wir hören uns.