WARUM NICHT EINFACH ABNEHMEN?
Der Podcast rund ums Thema schnelles und einfaches Abnehmen für alle, die endlich Ergebnisse auf der Waage und im Spiegel sehen wollen. Hier geht es um rigorose Ehrlichkeit. Was funktioniert wirklich und was ist nur blanke Theorie?
Ich bin Marcus Milarov - Abnehmcoach, langjähriger Geschäftsleiter von mehreren Fitnessclubs, Dozent, Ausbilder für Fitnessberufe und Experte für Gewichtsreduktion aus Berlin.
Tauche mit mir in die Welt der Stoffwechseloptimierung ein und entdecke, was jenseits von Kalorienzählen und weniger essen möglich ist.
Kennst du das Gefühl, aus Stress oder emotionalen Gründen zu essen? Ich werde diesem Teufelskreis den Kampf ansagen und nachhaltige Strategien entwickeln, um emotionales Essen zu überwinden und Stressessen in den Griff zu bekommen.
Keine Zeit? Kein Problem!
Dieser Podcast ist für alle, die keine Lust mehr haben, kostbare Momente mit komplizierten Diäten zu verschwenden. Er ist ein unverzichtbarer Begleiter für müheloses Gewicht verlieren, selbst wenn dein Leben von Beruf und Familie in Beschlag genommen wird.
Gemeinsam werden wir beweisen, dass Abnehmen mit Leichtigkeit und Freude möglich ist – und das sogar mit Kindern im Schlepptau.
WARUM NICHT EINFACH ABNEHMEN?
123 - Warum „gesund“ nicht reicht, wenn du abnehmen willst
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Du isst frisch, bewusst und eigentlich ziemlich gesund – aber auf der Waage passiert trotzdem nichts?
Vielleicht gibt es bei dir regelmäßig Avocado, Nüsse, Smoothies, Vollkorn, Granola, Proteinriegel oder gesunde Snacks. Und trotzdem bleibt das Gewicht stehen oder steigt sogar langsam an.
In dieser Folge sprechen wir über einen der größten Denkfehler beim Abnehmen:
Gesund essen bedeutet nicht automatisch abnehmen.
Du erfährst:
- warum gesunde Lebensmittel trotzdem zur Kalorienfalle werden können
- weshalb „Clean Eating“ nicht automatisch abnehmfreundlich ist
- warum Kalorien auch bei gesunden Lebensmitteln eine Rolle spielen
- wie falsche Mahlzeiten-Kombinationen Heißhunger fördern können
- warum zu wenig Protein viele gesunde Mahlzeiten instabil macht
- und weshalb ständiges gesundes Snacken deinen Fettabbau blockieren kann
Außerdem geht es darum, wie du gesunde Ernährung so aufbaust, dass sie deinen Körper nicht nur versorgt, sondern auch wirklich beim Abnehmen unterstützt.
Diese Folge ist für dich, wenn du oft denkst:
„Aber ich esse doch schon gesund – warum nehme ich trotzdem nicht ab?“
💛 Wissenschaftlich fundiert.
💛 Verständlich erklärt.
💛 Ohne Verbote – aber mit ehrlicher Klarheit.
🎧 Hör jetzt rein und erfahre, warum „gesund“ die Basis ist – aber nicht automatisch die Strategie.
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Gesund reicht halt nicht. Und ich meine, vielleicht kennst du diese Gedanken, du gibst dir Mühe, du kaufst bewusst ein, du kochst frisch, du isst mehr Gemüse. Du nimmst Vollkorn statt Weißmehl. Du hast Süßigkeiten reduziert. Vielleicht trinkst du Smoothies, isst Nüsse, Avocado, Granula, Proteinriegel oder Energiebällchen. Und trotzdem passiert auf der Waage nichts. Oder noch frustrierender, du nimmst sogar zu. Und dann kommt vielleicht dieser Gedanke in dir auf, aber ich esse doch so gesund, warum nehme ich trotzdem nicht ab? Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge dieses Podcasts. Ja, ich möchte heute mit dir über einen der größten Denkfehler beim Abnehmen sprechen. Die meisten Menschen setzen nämlich gesund essen automatisch gleich mit Abnehmen. Aber das ist nicht dasselbe. Gesund essen ist natürlich wichtig und gesund Essen kann deinen Körper auch gut versorgen. Gesund Essen kann Entzündungen reduzieren, deinen Darm unterstützen, deine Energie verbessern und auch langfristig deine Gesundheit schützen. Aber gesund Essen bedeutet nicht automatisch, dass dein Körper auch Fett verliert. Und nein, das ist auch kein Widerspruch. Ein Lebensmittel kann super gesund sein und trotzdem nicht automatisch abnehmfreundlich sein. Eine Mahlzeit kann aus guten Zutaten bestehen und trotzdem zu viel Energie liefern, besonders Bewegungsenergie. Und ein Lebensstil kann nach außen sehr gesund wirken, aber innerlich nicht die Signale setzen, die dein Körper fürs Abnehmen eigentlich braucht. In dieser Folge schauen wir uns also deshalb an, warum gesund nicht reicht, wenn du abnehmen willst. Warum Clean Eating manchmal zur Falle wird, warum Kalorien trotzdem natürlich eine Rolle spielen, warum viele gesunde Mahlzeiten nicht richtig sättigen und wie du gesunde Ernährung so aufbaust, dass sie auch wirklich abnehmfreundlich wird. Also lass uns mal mit einem wichtigen Unterschied starten. Ein Lebensmittel kann gesund sein. Und trotzdem kann es deinen Fettabbau blockieren. Wenn Menge, Kombination oder sogar Häufigkeit nicht zusammenpassen. Nehmen wir mal ein paar Beispiele. Nüsse, Avocado, Olivenöl, Vollkornbrot, Datteln, Smoothies, Granula, Proteinriegel, Energiebälchen, Nussmus. Das sind nicht automatisch schlechte Lebensmittel, ganz im Gegenteil. Viele von ihnen liefern ganz wertvolle Nährstoffe, auch Ballaststoffe, gesunde Fette, Mineralstoffe oder sekundäre Pflanzenstoffe. Aber dein Körper sagt jetzt nicht, oh, das ist aus dem Bioladen, dann zählen die Kalorien heute mal nicht. Er verarbeitet, was ankommt. Energie, Nährstoffe, Sättigung, Blutzucker, Insulin, Fett, Protein, Ballaststoffe. Und genau deshalb ist es so wichtig für dich zu verstehen, gesund ist ja erstmal keine Mengenangabe. Ein Esslöffel Olivenöl kann wunderbar sein. Fünf Esslöffel zusätzlich am Tag können aber so viel Fett auf einmal sein, dass dein Körper gar keinen Bedarf mehr dafür hat, sein eigenes Fett zu verbrennen. Weil warum soll er denn? Es sind ja Notreserven. Und wenn Fett von außen kommt, naja, warum soll dein Körper jetzt auf das eigene Körperfett zugreifen? Oder eine kleine Handvoll Nüsse kann ein guter Snack sein. Eine offene Tüte Nussmix neben dem Laptop ist schnell eine komplette Zusatzmahlzeit. Eine Avocado kann ein Teil einer nährstoffreichen Mahlzeit sein. Aber Avocado plus Nüsse, plus Öl, plus Granula, plus Smoothie ist vielleicht gesund, aber vielleicht energetisch ein kleines Feuerwerk für dich. Und genau da entsteht oft der Frust. Nicht, weil die Lebensmittel irgendwie schlecht sind, sondern weil wir glauben, wenn etwas gesund ist, dann kann es ja nicht das Problem sein. Doch manchmal ist genau das der blinde Fleck. Denn Clean Eating klingt ja erstmal großartig für diejenigen, die nicht wissen, was Clean Eating ist. Das heißt so viel wie sauberes Essen, das heißt also besonders gesund oder ohne das Zutun von ungesunden Lebensmitteln. Und Clean Eating klingt also erstmal großartig. Es ist frisch, es ist natürlich, es ist unverarbeitet, es ist bewusst, ohne Zusatzstoffe, ohne Industrram. Und grundsätzlich ist daran ja auch vieles sinnvoll. Das Problem entsteht, wenn Clean automatisch als abnehmfreundlich verstanden wird. Viele ersetzen nämlich ungesunde Produkte durch gesunde Alternativen. Also statt Schokolade gibt es halt Dattelbällchen. Statt Chips gibt es Nussmix. Statt Limonade gibt es Smoothie. Statt Croison gibt es eine Granula Bowl. Statt klassischer Brotzeit gibt es einen Proteinriegel. Statt Dessert gibt es veganen Rohkostkuchen. Und nochmal, das ist nicht per se schlecht, aber es kann halt zur Falle werden. Warum? Naja, weil viele dieser Produkte sehr energiedicht sind. Und jetzt könnte man ja meinen, dann ist doch gut, das ist doch das, was ich im Alltag brauche. Ich fühle mich müde und schlapp, dann brauche ich doch wahrscheinlich besonders viel Energie. Aber das ist nun mal der Trugschluss. Denn das, was du ja eigentlich beim Abnehmen loswerden willst, sind ja deine Energiereserven, also deine Fettpilsterchen. Und wenn ich ganz viel Energie von außen zu mir nehme, dann hat doch mein Körper gar keinen Grund, an die Energiereserven ranzugehen. Ein paar Datteln, Nüsse, Kakao und Kokosöl, das klingt doch gesund. Aber das kann von den Kalorien her ganz schön ordentlich sein. Und du weißt, ich bin kein Fan von Kalorienzähnen. Aber mir geht es um die Kalorien, die deine Energiebilanz erhöhen. Damit meine ich nicht, dass sie besonders viele Kalorien haben, sondern ich meine damit, dass du Kalorien in Form von reiner Energie zu dir nimmst. Bewegungsenergie. Energie, die du eigentlich zum Rennen, zum Sport machen brauchst, zum Bewegen. Wenn du aber den ganzen Alltag mehr sitzt als alles andere und auch sonst nicht so viel aktiv bist, dann brauchst du diese Energie nicht wirklich. Die Energie, die dann nämlich am Ende des Tages übrig bleibt, na, die landet nun mal als Reserve auf deine Hüfte. Eine Smoothie Bowl mit Banane, Nussmous, Granula, Schiasam, Kokosflocken und Toppings kann schnell mehr Energie liefern als ein normales Mittagessen. Ein veganer Rohkostkuchen kann aus hochwertigen Zutaten bestehen und trotzdem extrem kalorienreich sein. Und noch einmal, ich rede von Bewegungsenergie. Und Proteinriegel sind nicht automatisch eine schlanke Lösung, nur weil da Protein draufsteht. Das Problem ist also nicht gesund. Das Problem vielmehr ist, der Heiligen scheint den gesunde Lebensmittel bekommen. Wir werden also weniger kritisch. Wir achten weniger auf die Mengen. Wir essen eher nebenbei. Wir denken, na das ist ja gut für mich. Und plötzlich wird aus bewusstem Essen ein Dauerextra. Also, nur weil etwas aus dem Bioladen kommt, heißt das nicht, dass dein Stoffwechsel es irgendwie anders verbucht. Dein Körper ist da erstaunlich nüchtern. Er interessiert sich nämlich nicht für das Etikett, er interessiert sich lediglich für die Wirkung dieser Lebensmittel. Und jetzt muss ich nochmal zu dem Punkt kommen, der ganz oft emotional aufgeladen ist, nämlich das Thema Kalorien. Denn manche sagen, ja am Ende zählen ja nur die Kalorien. Andere sagen wieder, Kalorien sind egal. Hauptsache, es ist gesund. Und die Wahrheit liegt wie oft natürlich irgendwo dazwischen. Kalorien sind nicht alles. Das sage ich in diesem Podcast immer wieder. Aber sie verschwindet nun mal auch nicht. Nur weil das Essen gesund ist. Wenn du also dauerhaft mehr Energie zuführst, als dein Körper verbraucht, wird Abnehmen irgendwie schwierig. Und auch wenn diese Energie aus gesunden Lebensmitteln kommt. Und das heißt, weiß Gott nicht, dass du Kalorien zählen musst. Aber es heißt, dass Mengen natürlich doch irgendwo eine Rolle spielen. Gerade bei gesunden und energieichten Lebensmitteln. Also zum Beispiel Olivenöl. Nüsse, Nussmus, Avocado, Käse, Granula, Trockenfrüchte, Smoothies, Säfte, Latte mit Hafermilch und auch Energiebärchen. Das sind alles Dinge, die sich sehr leicht summieren. So ein bisschen Olivenöl hier, eine Handvoll Nüsse da, ein Cappuccino zwischendurch, ein Smoothie am Nachmittag, ein paar Date nach dem Essen, ein kleines Stück Rohkostkuchen und alles Einzelne ist auch harmlos. Aber zusammen kann daraus genau die Energiemenge entstehen, die deinen Fettabbau nun mal verhindert. Und jetzt kommt ein ganz entscheidender Punkt. Du musst diese Lebensmittel natürlich nicht streichen. Aber du musst verstehen, dass sie nun mal auch zählen. Nur weil sie gesund sind, heißt das nicht, dass sie nun mal gar nicht zählen. Und ich rede davon jetzt nicht, dass du das unbedingt moralisch irgendwie antasten musst. Nicht in dem Sinne, es ist gut oder böse, sondern einfach nur mal aus einer biologischen Sicht sehen. Also gesundes Essen kann deinen Körper versorgen. Aber wenn es dauerhaft zu viel Energie liefert, nimmt er trotzdem nicht ab. Und das ist keine Strafe, sondern das ist einfach nur Stoffwechselphysiologie. Und jetzt nochmal ein ganz wichtiger Punkt. Es gibt selbstverständlich Lebensmittel, die du so viel essen kannst, wie du möchtest. Das sind aber keine Energielieferanten, sondern Bausteinlieferanten. Denn an Bausteinen mangelt es dein Körper so gut wie immer, weil dein Körper jeden Tag Bausteine verbraucht und deswegen gebraucht. Du kannst also eigentlich nicht zu viel Eiweiß essen. Und auch die meisten Gemüsesorten wie Kurke, Zucchie, Paprika, von denen kannst du so viel essen, wie du möchtest. Du wirst es wahrscheinlich gar nicht schaffen, denn um die gleiche Menge aufzunehmen wie mit Nussmus, Smoothies oder Energiebällchen, müsstest du schon kiloveise davon essen. Es geht mir also hier vielmehr um die in Anführungszeichen gesunden Energielieferanten. Ich meine, in dem Namen Energiebällchen steht ja schon das Wort oder steckt das Wort drin, Energie. Und auch wenn du dich schlapp müde und lustlos fühlst oder antriebslos, hast du immer noch genügend Energie im Körper, nämlich dein Körperfett. Es mangelt dir also niemals an Energie. Und der nächste Punkt ist mindestens genauso wichtig wie die Menge. Denn viele essen zwar gesund, aber ihre Mahlzeiten sind nicht gesund aufgebaut oder nicht gut aufgebaut. Sie wirken vielleicht leicht, sie wirken frisch, sie wirken auch vernünftig, aber sie stabilisieren den Körper nicht. Sie sorgen also nicht für langandauernde Sättigung. Und sie sorgen nicht dafür, dass deine Sättigungs- oder Appetithormone im Einklang sind. Ein typisches Beispiel. Mittags ein großer Salat, also viel Gemüse. Ein bisschen Dressing. Vielleicht ein paar Kerne. Das klingt dir erstmal super. Aber wenn dort kaum Eiweiß drin ist, passiert oft folgendes. Eine Stunde später kommt der kleine Hunger. Nachmittags kommt der Heißhunger. Und abends fühlt es sich so an, als hätte jemand den inneren Kühlschrank geöffnet und das Licht angelassen. Oder ein Smoothie nur aus Obst. Also Banane, Mango, Apfel, vielleicht noch ein Saft. Das klingt gesund und liefert natürlich auch Vitamine. Aber flüssige Kalorien sättigen oft schlechter als feste Nahrung. Und ohne Eiweiß, Fett oder echte Ballaststoffstruktur, kann der Blutzucker viel schneller Achterbahn fahren. Oder Haferflocken mit nur Banane und Honig. Auch das ist natürlich gesund oder kann gesund sein. Aber wenn Eiweiß fehlt, hält es nun mal nicht lange satt. Oder Brot mit Avocado. Das klingt modern, gesund und auch hübsch. Aber wenn kein Eiweißanteil dabei ist, fehlt den meisten Körpern das entscheidende Sättigungssignal. Die typischen Fehler sind also erstens zu wenig Eiweiß. Und Eiweiß ist nicht nur für Sportler wichtig. Eiweiß ist wichtig für deine Sättigung, für deinen Muskelschutz, für deine Regeneration, insgesamt für deinen Stoffwechsel, für deinen Blutzuckerstabilität. Und gerade beim Abnehmen ist Eiweiß das absolute Fundament. Der zweite Fehler ist zu wenig echte Mahlzeitenstruktur. Und die meisten essen leicht, aber nun mal nicht sättigend. Ein paar gesunde Zutaten ergeben halt noch keine richtige Mahlzeit. Drittens, einfach nur Kohlenhydrate. Also auch gesunde Kohlenhydrate können problematisch werden, wenn sie einfach nur allein gegessen werden. Also Obst allein, Brot allein, Haferflocken irgendwie ohne Eiweiß. Smoothie ohne Protein, also ohne Eiweiß. Reiswaffeln ohne Substanz. Und das führt häufig dazu, dass du schneller wieder Hunger hast, dass du im Anschluss oder über den Tag hinweg mehr snackt, dass du Heißhunger bekommst, dass du insgesamt weniger Stabilität über den Tag hast. Das heißt also, eine Mahlzeit ist nicht automatisch gut, nur weil gesunde Zutaten drin sind. Sie muss dein Körper auch stabilisieren. Und zwar in Sättigung und in Form der richtigen Nährstoffe, die dein Körper über den Tag braucht. Und genau das ist die Kunst. Nicht nur gesund, sondern wirklich tragfähig, über den Tag hinweg. Ein weiterer großer Punkt. Ganz viele Menschen essen nicht ungesund, aber sie essen ständig. Nicht große Mengen auf einmal, aber immer wieder kleine gesunde Häppchen. Ein paar Manelier, ein Stück Obst, ein Proterienriegel, ein Cappuccino, ein gesunder Keks, ein paar Reiswaffeln, ein bisschen Humus, ein paar Datteln, ein Löffel Nussmus, ein kleiner Smoothie. Und jedes für sich wirkt natürlich harmlos. Aber zusammen entsteht da irgendwie ein Muster draus. Der Körper bekommt dauernd kleine Reize. Also es gibt keine echten Essenspausen. Kaum echte Hungersättigungszyklen, kaum Ruhe im System. Und genau das kann beim Abnehmen schwierig werden. Und ich verspreche dir, es wird auf Dauer schwierig werden so. Nicht, weil Snacken grundsätzlich verboten ist, darum geht es gar nicht, sondern weil viele durch dieses ständige kleine Essen nie wirklich satt sind. Aber auch nie wirklich in eine Pause kommen. Das ist wie ein Handy, das ständig kurz aufleuchtet. Also es ist nie komplett aus, nie richtig ruhig. Und dein Stoffwechsel liebt nicht unbedingt Dauerbenachrichtigung. Er liebt klare Signale. Essen, Punkt. Sättigung. Punkt. Pause. Punkt. Bewegung. Punkt. Wieder Hunger. Und dann die nächste Mahlzeit. Und für die allermeisten funktioniert Abnehmen besser, wenn sie weniger snacken und dafür bessere Mahlzeiten essen. Mahlzeiten, die dich wirklich durch den Tag tragen. Nicht nur zwei Stunden, sondern vier oder fünf. Den Satz, den du dir also merken kannst, ist, dein Körper braucht nicht den ganzen Tag kleine gesunde Häppchen. Er braucht klare Signale. Und jetzt gehen wir noch eine Ebene tiefer. Denn gesunde Ernährung ist ja nicht nur biologisch interessant. Es ist auch psychologisch spannend. Die meisten Menschen essen nämlich bei gesunden Lebensmitteln automatisch entspannter. Und das klingt ja erstmal positiv, aber sie denken zum Beispiel, na das ist ja gesund, das ist ohne Zucker, das ist vegan, das ist eiweißreich, das ist clean, also das darf ich. Und dadurch entsteht etwas, das man Health Halo bezeichnet. Also ein Gesundheits-Heiligenschein. Das bedeutet so viel wie, ein Lebensmittel wirkt gesund und dadurch unterschätzen wir seine Menge, seine Energie oder seine Wirkung. Ein veganer Kuchen wirkt leichter als ein normaler Kuchen. Ein Proteinriegel wirkt funktionaler als ein Schokoriegel. Ein Smoothie wirkt harmloser als eine Cola. Granula wirkt gesünder als Frühstücksflocken. Dattelbällchen wirken besser als Pralinen. Und oft sind sie qualitativ tatsächlich besser. Aber sie können trotzdem genauso energiereich sein. Also genauso viel an Zucker in den Körper bringen wie die ungesunde Variante davon. Denn nur weil dort kein Zucker draufsteht, heißt das nicht, dass dein Körper die enthaltenen Kohlenhydrate nicht doch als Zucker abbaut. Denn das ist genau das Problem. Deinem Körper ist es egal, wo Kohlenhydrate herkommen. Ob sie aus dem Bioladen sind, ob sie aus Statin sind oder nun mal aus Cola. Das Endprodukt nach der Verdauung von Kohlenhydraten ist immer Zucker. Und Zucker ist natürlich per se nichts Schlimmes, aber Zucker ist nun mal reine Energie. Und solange Energie von außen reinkommt, wird dein Körper nicht an die Energiereserven rangehen. Ganz im Gegenteil, sobald Zucker da ist, steigt dein Insulinspiegel und das bedeutet eine Hemmung oder eine Blockierung deines Fettstoffwechsel für die nächsten vier bis sieben Stunden. Kommen wir also wieder zum gesundheitsheiligenschein. Denn der führt dazu, dass wir weniger bewusst essen. Und das ist wirklich der entscheidende Punkt. Nicht das Lebensmittel allein ist das Problem, sondern unsere Haltung dazu. Wenn wir bei ungesund vorsichtig sind, aber bei gesund komplett großzügig werden, kann das das Abnehmen nun mal komplett blockieren. Ich will es mal so sagen. Das Etikett gesund kann dazu führen, dass wir weniger bewusst essen. Und das ist ziemlich ironisch. Denn genau das, was uns mehr Kontrolle geben soll, kann uns manchmal wieder in unbewusstes Essen führen. Und jetzt stellt sich natürlich die Frage, was ist denn dann die Lösung? Soll man jetzt keine Nüsse mehr essen? Keine Avocado, kein Olivenöl, keine Smoothies? Nein, natürlich nicht. Das wäre ja viel zu sehr schwarz-weiß. Es geht nicht darum, gesunde Lebensmittel zu streichen. Es geht darum, gesunde Ernährung abnehmfreundlich zu machen, wenn du den abnehmen möchtest. Und eine abnehmfreundliche Ernährung hat ein paar kleine oder klare Merkmale. Erstens, sie macht dich wirklich satt. Sie ist also nicht nur optisch leicht und nicht nur von außen betrachtet kalorienarm. Sie ist nicht nur clean, sondern sie macht dich wirklich satt. Eine Mahlzeit, ich sage das immer wieder, muss dich tragen. Damit meine ich, sie muss dich durch den Tag tragen. Sie muss dich so sehr satt machen, dass du halt nicht wieder nach einer Stunde wieder Hunger hast. Und schon gar nicht sollte sie Heißhunger auslösen. Zweitens, sie enthält genügend Eiweiß. Eiweiß ist nun mal einer der wichtigsten Bausteine beim Abnehmen. Nicht, weil Eiweiß irgendwie zauberhaft magisch ist, sondern weil es nun mal satt macht, weil es deine Muskeln schützt und dein Körper stabilisiert. Und Eiweiß ist das, was deinen Stoffwechsel zum Laufen bringt. Und wenn du abnehmen möchtest, dann geht es genau um diesen Stoffwechsel. Drittens, eine Mahlzeit sollte nährstoffreich sein. Gemüse, Ballaststoffe, Mikronährstoffe, echte Lebensmittel. Dein Körper braucht Versorgung, nicht nur immer weniger essen. Und viertens, sie ist energetisch passend. Damit meine ich nicht zu wenig, auch nicht dauerhaft zu viel. Der Körper braucht genügend Energie, um sich sicher zu fühlen. Aber nicht so viel, dass es deinen Fettabbau unmöglich macht. Fünftens, deine Mahlzeit muss alltagstocklich sein. Also kein Instagram-Teller, der nach drei Tagen nervt, sondern wirklich echte Mahlzeiten, die in deinen Alltag passen. Und zu guter Letzt, sechstens, deine Mahlzeit ermöglicht Essenspausen. Also nicht den ganzen Tag snacken, sondern Mahlzeiten, die so aufbauen, dass dein Körper auch mal Ruhe bekommt. Also schreib es dir nochmal hinter die Ohren. Abnehmen funktioniert nicht durch möglichst gesund klingendes Essen, sondern durch Essen, das deinen Körper versorgt, sättigt und reguliert. Das ist der wirkliche Unterschied. Und jetzt lass mich dir mal ein paar praktische Beispiele geben. Also so wird gesund auch abnehmfreundlich. Beispiel Nummer 1 ein Smoothie. Nicht optimal wäre ein Smoothie aus Banane, Mango, Apfelsaft und vielleicht noch Honig. Viel besser wäre es, Beeren statt viel Banane. Griechischer Joghurt, Skir oder Proteinpulver dazu. Leinsamen oder Schiersamen für Ballaststoffe. Keine Saftbasis, sondern Wasser oder ungesüßte Milchalternative. Dann wird aus einem flüssigen Zuckerobstfeuerwerk eine echte stabile Zwischenmahlzeit. Beispiel Nummer 2 ein Salat. Nicht optimal wäre da einfach nur Blattsalat, Goke, Tomate und etwas Dressing. Besser wäre es, Salat plus Hähnchen oder plus Ei, Fisch, Tofu, Hülsenfrüchte, Hüttenkäse oder Feta. Und dazu vielleicht ein paar Kartoffeln, Vollkorn oder etwas Brot, je nach Bedarf. Und das ist dann halt nicht nur grün, das ist dann auch eine wirkliche Mahlzeit. Beispiel Nummer 3, Nüsse. Nicht optimal wäre eine offene Nusstüte neben dem Laptop. Viel besser wäre es eine bewusste Portion als Teil einer Mahlzeit oder als wirklich geplanter Snack. Nüsse sind gesund, aber sie sind nun mal keine Luft. Beispiel Nummer 4, eine Granula Bowl. Nicht optimal wäre da viel Granula, Banane, Nussmus, Honig und dazu noch ein Topping. Besser wäre es auch hier Skir oder Naturjoghurt als Basis, Beeren dazu, eine kleine Menge Granula und optional vielleicht etwas Leinsam. Dann ist der Proteinanteil nämlich hoch und die Toppings bewusst gewählt. Letztes Beispiel, Snacks. Nicht optimal wäre, den ganzen Tag kleine gesunde Snacks zu nehmen. Besser drei gute Mahlzeiten oder zwei bis drei tragfähige Mahlzeiten, die wirklich satt machen. Also du musst gesunde Lebensmittel nicht streichen. Du musst sie nur so einsetzen, dass sie deinem Ziel dienen. Und das ist der eigentliche Unterschied hier. Damit will ich also sagen, gesund ist die Basis, aber nicht die Strategie. Wenn du also bis hierhin zugehört hast, möchte ich dir eine Sache ganz klar sagen. Gesund essen ist natürlich nicht falsch. Bitte nimm aus dieser Folge nicht mit, Avocado ist schlecht, Nüsse machen dick, Smoothies sind verboten, Clean Eating ist Quatsch. Das ist nicht oder wäre nicht der richtige Punkt. Gesunde Ernährung ist natürlich wichtig für deine Energie, für deine Darmgesundheit, für deine Hormone, für dein Immunsystem, für die Entzündungsregulation, um dich mit Mikronährstoffen zu versorgen, für deine langfristige Gesundheit. Aber wenn dein Ziel Abnehm ist, dann braucht es zusätzlich halt noch eine Strategie. Du brauchst also passende Mengen. Du brauchst eine passende Mahlzeitenstruktur. Du brauchst genügend Eiweiß, du brauchst eine gute Sättigung, du brauchst weniger Daueressen und klare Routinen. Und auch ein Verständnis dafür, wie dein Körper auf Mahlzeiten überhaupt reagiert. Denn gesund essen ist nur der Anfang. Aber abnehmfreundlich essen ist die Kunst. Und genau daran scheitern ganz, ganz viele nicht aus Dummheit oder Disziplinlosigkeit, sondern weil ihnen immer nur gesagt wurde, ist einfach gesund. Aber das ist nun mal zu ungenau. Gesund ist einfach viel zu vage. Abnehmfreundlich ist da viel präziser. Und wenn du aus dieser Folge heute nur eines mitnimmst, dann bitte das hier. Wenn du gesund ist und trotzdem nicht abnimmst, heißt das nicht, dass dein Körper kaputt ist. Es heißt oft nur, dass gesund und zielführend nicht automatisch dasselbe ist. Du musst also nicht noch perfekter essen, nicht noch sauberer, nicht noch cleaner. Du brauchst eine Ernährung, die einfach zu deinem Ziel passt. Eine Ernährung, die dich versorgt, die dich satt macht, die dein Blutzucker stabilisiert, die deine Muskulatur schützt, die deinem Körper klare Signale gibt und die trotzdem in dein Leben passt. Denn dein Ziel ist ja nicht, Ernährung zu einer Wissenschaft zu machen, bei der du am Ende Angst vor jeder Avocado hast. Dein Ziel ist es, so zu essen, dass dein Körper versteht, ich bin gut versorgt, ich bin satt, ich bin stabil und ich darf meine Energiereserven, meine Notreserven loslassen. Und wenn du jemanden kennst, der immer von sich sagt, aber ich esse doch schon so gesund, dann schick ihm oder ihr gerne diese Folge. Und damit bin ich auch schon am Ende der heutigen Episode. Ich hoffe, es hat dir gefallen. Du konntest einiges mitnehmen und wir hören uns.