WARUM NICHT EINFACH ABNEHMEN?

119 - Warum du während einer Krankheitsphase nicht abnimmst – und was du jetzt nicht tun solltest

Marcus Milarov Season 1 Episode 119

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Du bist krank, isst weniger als sonst, bewegst dich kaum – und trotzdem geht die Waage nicht runter? 

Vielleicht steht sie sogar still.
Oder zeigt plötzlich mehr an.
Und genau dann kommt schnell dieser Gedanke: 

„Wie kann das sein? Ich esse doch kaum etwas.“ 

In dieser Folge sprechen wir darüber, was bei einem grippalen Infekt oder in einer Krankheitsphase wirklich in deinem Körper passiert – und warum dein Stoffwechsel in dieser Zeit nicht auf Abnehmen, sondern auf Heilung und Schutz umschaltet. 

Du erfährst: 

  • warum der Energieverbrauch bei einem Infekt zwar steigen kann, die Waage aber trotzdem oft nicht sinkt
  • welche Rolle Entzündungen, Wassereinlagerungen und Cortisol dabei spielen
  • warum dein Körper während Krankheit eher festhält als loslässt
  • weshalb du in dieser Phase nicht aggressiv weiter diäten solltest
  • und wie du deinen Körper so unterstützt, dass dein Fortschritt langfristig nicht leidet


Außerdem geht es darum:
 

  • warum der Einbruch in deiner Alltagsbewegung (NEAT) oft stärker wiegt als das fehlende Training
  • was du während eines Infekts lieber lassen solltest
  • und wie Ernährung, Flüssigkeit, Eiweiß und Regeneration dir helfen, schneller wieder in Balance zu kommen


Diese Folge ist für dich, wenn du dich während Krankheit schnell unter Druck setzt und das Gefühl hast, sofort „den Faden zu verlieren“, sobald dein Körper dich ausbremst.
 
💛 Wissenschaftlich fundiert.
 💛 Emotional entlastend.
 💛 Für Frauen, die verstehen wollen, warum Heilung manchmal wichtiger ist als Fettabbau.
 
🎧 Hör jetzt rein und erfahre, warum dein Körper in einer Krankheitsphase nicht blockiert – sondern priorisiert.
 

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SPEAKER_00

Du bist krank. Du liegst so richtig flach. Du hast auch weniger Appetite als sonst. Du bewegst dich kaum. Und du trainierst natürlich auch nicht. Und da kam vielleicht irgendwie dieser Gedanke von, eigentlich müsste ich doch jetzt wenigstens etwas abnehmen. Denn logisch betrachtet klingt das natürlich auch erstmal plausibel. Also weniger Hunger, also weniger Essen, vielleicht sogar Fieber, also müsste doch die Waage irgendwie runtergehen. Aber was passiert denn stattdessen? Die Waage steht oder sie geht sogar leicht hoch. Und du fühlst dich sogar aufgeschwemmt, träge, irgendwie schwer. Und zusätzlich kommt dann noch dieser innere Stress. Ja, wie kann das sein? Ich esse doch gerade so gut wie gar nichts. Wenigstens jetzt müsste doch endlich mal was auf der Waage passieren. Und genau darüber möchte ich heute mit dir sprechen. Damit herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge. Und vielleicht hörst du es ja an meiner Stimme, der Grund für diese Folge ist tatsächlich, dass ich gerade flach liege. Schnupfen, Husten, Bronchitis. Das Fieber ist weg, aber ich könnte gerade 20 Stunden schlafen, wenn ich denn könnte. Aber durch mein tiefer Wurzeltes Verantwortungsbewusstsein als Millennial werde ich natürlich trotzdem heute eine Podcast-Folge aufnehmen und zwar gerne, sonst würde ich es nämlich nicht tun. Also, worüber möchte ich mit dir sprechen? Ich würde mir gerne angucken, was denn bei einem Infekt wirklich im Körper passiert. Und warum so ein Stoffwechsel in so einer Phase dann halt gerade nicht auf Fettabbau schaltet. Und warum die Waage oft dann ein völlig falsches Bild zeigt. Und was du jetzt auf gar keinen Fall tun solltest, wenn du deinen Fortschritt nicht unnötig sabotieren möchtest. Also, das Wichtigste gleich mal am Anfang. Deinen Körper blockiert nicht. Er priorisiert eigentlich nur. Oder besser gesagt, er priorisiert um. Und ja, das ist schon irgendwie ein Unterschied, weil während so einem gripalen Effekt ist dein Körper natürlich nicht im Abnehmmodus. Er ist dann eher im Überlebens- oder Reparatur oder von mir aus auch im Immunmodus. Das heißt also, dass Energie dann nicht dafür eingesetzt wird, möglichst elegant Fett zu verbrennen oder vielleicht dein Gewicht zu regulieren, sondern Energie wird dann natürlich eingesetzt, eher mal für eine Immunabwehr, für eine Entzündungsbekämpfung, für eine Temperaturregulation. Generell erstmal für Regeneration, für den Flüssigkeitsausgleich und natürlich für die Heilung. Oder ganz einfach gesagt, dein Körper arbeitet halt jetzt gerade nicht für deine Figur. Und das ist auch gut so. Sondern er arbeitet für deine Genesung. Und wenn du das aber verstehst, dann brauchst du dir da auch gar keinen Druck machen. Und dann wirst du schnell bemerken, dass das auch dann kein Rückschritt ist, wenn du dann mal nicht abnimmst. Und dass das nur eine vorübergehende Umstellung der Priorität in deinem Körper ist. Also, schauen wir uns jetzt mal an, was denn so auf Stoffwechselebene da eigentlich passiert, wenn du krank bist. Denn die meisten denken ja bei Krankheit nur an Müdigkeit, Husten, Halsschmerzen oder Fieber. Aber innerlich läuft im Körper natürlich gerade was ganz anderes ab. Also ein ziemlich aufwendiges Programm. Zunächst steigt tatsächlich dein Energieverbrauch, beziehungsweise kann er steigen. Also gerade wenn Fieber dazukommt, dann steigt dein Energiebedarf des Körpers oft an. Und warum? Naja, weil das Immunsystem nun mal auf Hochtouren arbeiten muss. Also weil Entzündungsprozesse Energiekosten und weil die Temperaturregulation mehr leisten muss. Und auch weil deine Atemarbeit anstrengender wird. Das heißt also, ja, dein Körper verbraucht in so einer Phase unter Umständen tatsächlich mehr Energie. Aber da kommt man dann schnell zu einem Missverständnis. Denn die meisten denken dann automatisch, ja super, da müsste ich ja eigentlich abnehmen, wenn mein Körper mehr Energie verbraucht. Aber das ist ein Denkfehler. Denn nur weil du einen höheren Energieverbrauch hast, bedeutet das nicht automatisch, dass du dadurch Fett verlierst. Warum nicht? Naja, weil parallel viele andere Prozesse laufen, die das Gewicht kurzfristig stabilisieren oder sogar steigen lassen. Und nur weil du einen hohen Energieverbrauch hast, heißt das ja nicht, dass die Energie aus deinen Fettreserven genommen wird. Und das ist nicht nur bei einer Krankheit so. Das kann auch bei hoher sportlicher Aktivität so sein. Oder auch wenn du weniger isst. Dann heißt das nicht, dass das Kaloriendefizit oder das Mehr an verbrauchter Energie dann tatsächlich durch Fetabbau ausgeglichen wird. Und jetzt kommen wir mal zu einem Punkt, der für ganz viele unglaublich wichtig sein wird. Denn die Waage ist während eines Infekts oft kein ehrlicher Marker. Das heißt, sie lügt eventuell. Und das liegt vor allem an Wasser und an einer Entzündung in deinem Körper oder an der Entzündung in deinem Körper. Wenn du also krank bist, schüttet dein Körper entzündliche Botenstoffe aus. Zum Beispiel Zioquine und andere Entzündungsmeditatoren. Und diese Prozesse verändern deinen Flüssigkeitshaushalt. Und das kann dazu führen, dass du zum Beispiel Wassereinlager hast oder mehr gebundenes Wasser im Gewebe. Deine Elektrolyte verschieben sich. Du hast dann eine träge Verdauung. Und das führt dazu oder das kann dazu führen, dass du dich einfach aufgebläht und schwer fühlst. Und dazu kommt natürlich, wenn du weniger aktiv bist, weniger trinkst oder sogar noch Medikamente einnimmst, dann verstärkt sich dieser Effekt meistens noch. Und das bedeutet dann, du kannst während so eines Infekts auf der Waage entweder einen Stillstand sehen oder sogar ein kleines Plus. Und obwohl du vielleicht weniger isst als sonst. Also merke dir bitte, in so einer Krankheitsphase kann das durchaus sein, dass du auf der Waage einen Stillstand hast. Obwohl dein Körper eigentlich gerade im Hochbetrieb ist. Und das bedeutet für deine Waage, falls sie gerade mehr anzeigt, dass das kein Fett ist, was da dazugekommen ist. Das Meer auf deiner Waage zeigt dann eher Stress an. Oder eine Entzündung. Oder Wasser. Und eine vorübergehende Dysregulation. Und wenn wir gerade bei Stress sind, so ein grippaler Infekt ist für deinen Körper halt nicht nur einfach mal eine Erkältung. Es ist wirklich eine Stresssituation. Und deshalb steigen oft bestimmte Stresshormone an. Also gerade Cortisol, aber auch Adrenalin und Noradrenalin, die können da mitspielen. Und diese Hormone haben eigentlich eine wichtige Aufgabe. Sie helfen nämlich deinem Körper in so einer Belastungssituation, Energie bereitzustellen. Und das nun mal nicht aus Fett. Und das klingt erstmal zwar sinnvoll und ja, ist es auch, aber es hat nun mal Nebenwirkungen. Denn wenn Cortisol ansteigt, dann kann das unter anderem dazu führen, dass du halt Wasser eher im Körper speicherst, dass dein Blutzucker anders reguliert wird, weil dein Körper ja jetzt Energie braucht. Und das holt er sich dann aus dem Blutzucker. Und das bedeutet automatisch, dass dein Körper mehr Appetit auf Süßes hat, weil er jetzt Energie braucht. Das bedeutet aber auch, dass dein Schlaf schlechter wird, dass deine Regeneration langsam läuft und dass der Körper eher absichert, als Fett loszulassen. Und genau deshalb ist eine Krankheit nicht der Zustand, in dem dein Körper gerne freiwillig einen entspannten Fettabbau macht. Sondern vielmehr der Zustand, in dem er denkt, wir haben jetzt gerade ein anderes Problem, ein viel wichtigeres Problem. Und jetzt wird erstmal stabilisiert. Und auch hier geht wieder, das ist keine Sabotage. Das ist nur ein Schutz, den dein Körper eingeht oder verursacht, um dich zu schützen und schnell wieder zu Kräften kommen zu lassen. Und ich komme jetzt nochmal zu dem Satz, den ich vorhin schon mal gesagt habe. Ganz viele denken dann automatisch, na, jetzt esse ich doch gerade kaum noch was, da müsste ich doch wenigstens irgendwie was auf der Waage sehen. Aber genau diese Rechnung geht in so einer Krankheitsphase halt nicht auf. Warum? Ja, weil dein Körper in diesem Moment nicht einfach nach dieser Logik arbeitet, weniger essen ist gleich weniger Gewicht, sondern eher nach einer komplexeren Logik. Denn während du vielleicht weniger isst, passiert halt gleichzeitig folgendes. Deine Alltagsbewegung sinkt massiv, weil du bewegst dich natürlich nicht. Also die meisten gehen weniger raus oder bewegen sich mehr, wenn sie krank sind. Dein Schlaf wird schlechter. Und das liegt natürlich nicht nur am Cortisol, sondern wenn die Nase zu ist, du vielleicht Kopfschmerzen und Gliederschmerzen hast, ja, du wirst wahrscheinlich solche Nächte kennen, wo es dir einfach nicht gut geht, dann schläfst du nicht unbedingt besser als vorher. Dann ist automatisch auch dein Stresslevel höher, weil du vielleicht ein schlechtes Gewissen, weiß ich nicht, deinen Kindern gegenüber hast oder der Arbeit gegenüber, weil du krank gemeldet bist. Nebenbei verändert sich oder verschiebt sich auch dein Flüssigkeitshaushalt. Denn gerade in so einer Krankheitsphase braucht dein Körper unglaublich viel Flüssigkeit. Und das kennt man ja. Wenn du krank bist, trink viel. Das hat schon Oma gesagt. Und damit hatte sie auch vollkommen recht. Aber soweit ich das beobachten kann, sind gerade die Leute, die sowieso schon wenig trinken, also ein bis anderthalb Liter am Tag, nicht diejenigen, die jetzt in so einer Krankheitsphase mehr trinken. Vielleicht ein bisschen mehr Tee, aber sie werden wahrscheinlich nicht mehr trinken, als ihr Körper sonst bekommt. Und wenn du jetzt sowieso schon den ganzen Tag rumliegst oder dich erholst, wenig trinkst, dann wird dadurch natürlich auch deine Verdauung träger. Das heißt, insgesamt geht dein Körper einfach in so einen Schutzmodus. Und das heißt jetzt im Umkehrschluss, ein Teil deines theoretischen Defizits, was du hast, weil dein Körper in Fieber geht oder mehr Energie verbraucht für die Heilung, du weniger isst, der wird einfach durch die weniger Bewegung wieder aufgefangen. Und der andere Teil, der wird durch Wasser und durch die Entzündung auf der Waage einfach festgemeißelt. Und an der Stelle nochmal was ganz Wichtiges, wenn du während so einem Infekt extrem wenig isst oder sogar bewusst weiter diätest, dann kann das deine Regeneration sogar noch verschlechtern. Besonders dann, wenn deinem Körper Eiweiß fehlt und Flüssigkeit fehlt oder generell die Nährstoffe fehlen und dein Körper ohnehin schon unter Stress steht. Das bedeutet also, dass gerade ein Infekt keine gute Zeit dafür ist, um dein Körper zusätzlich auf Mangel zu setzen. Und jetzt kommen wir mal zu einem Punkt, die viele beim Kranksein komplett unterschätzen und das ist der sogenannte NEAT. Und das steht für deine Alltagsbewegung. Also alles, was du außerhalb von Sporteinheiten machst. Gehen, stehen, im Haushalt herumlaufen, einkaufen, aufräumen, Treppen steigen und sonstige Wege im Alltag. Und genau dieser NEAT, der bricht bei Krankheit oft massiv weg. Denn du liegst natürlich mehr, du sitzt mehr, du bewegst dich langsamer. Und du machst weniger von all diesen kleinen Bewegungen, die du sonst ganz automatisch machen würdest. Und das ist auf Stoffwechsel-Ebene halt viel relevanter als die meisten denken. Denn auch wenn das Immunsystem mehr Energie verbraucht, dann sinkt gleichzeitig dein insgesamter Verbrauch durch deine Alltagsbewegung, beziehungsweise durch das fehlende Alltagsbewegung. Und dadurch gleicht sich einiges einfach wieder aus. Das heißt also, du solltest dir keine Gedanken machen über das fehlende Training, was du dann hast, wenn du krank bist. Der größte Effekt ist eigentlich deine fehlende Alltagsbewegung. Also du brauchst gar kein schlechtes Gewissen haben, wenn du bei Krankheit nicht zum Training gehst. Und dann sind wir auch bei dem Punkt, was du denn auf keinen Fall tun solltest. Und das ist für die meisten wahrscheinlich am wichtigsten. Du solltest auf keinen Fall bei einem echten Infekt weiter hart trainieren. Also wenn du Fieber hast, starke Erschöpfung, Giederschmerzen, Husten, Schwäche oder Kreislaufprobleme, dann ist hartes Training einfach keine gute Idee. Warum? Weil es das Immunsystem zusätzlich belastet. Weil durch das Training zusätzlich noch dein Stresshormonpegel, also Cortisol, weiter steigt, weil sich dadurch deine Regeneration noch mehr verschlechtert. Denn dein Körper kann sich nur auf eine Sache gleichzeitig konzentrieren. Er hat nun mal nur 100 Prozent. Und wenn er sich durch das Training schon regenerieren oder vom Training regenerieren muss und auch deine Gesundheit regenerieren muss, dann kann er das beides nur zu 50 Prozent. Das heißt also, du erholst dich nur zu 50% von deinem Training und du genäß auch nur zu 50 Prozent deine Krankheit. Du wirst also nur zur Hälfte fitter durch das Training und du wirst auch nur zur Hälfte wieder gesund. Und das führt dann schlimmstenfalls dazu, dass das Risiko für Komplikationen erhöht sein kann. Also gerade bei fieberhaften Infekten ist es nicht nur unklug zu trainieren, sondern potenziell sogar gesundheitlich riskant. Das nächste, was du auf jeden Fall nicht tun solltest, ist aggressiv weiter Diät machen. Und ja, viele wollen dann wenigstens an der Ernährung festhalten, aber ein starkes Kaloriendefizit, gerade in so einer Phase, ist komplett kontraproduktiv. Nicht nur, dass generell ein Kaloriendefizit zum Abnehmen ziemlich kontraproduktiv ist, aber wenn du sowieso schon einen Mangel in deinem Körper hast und mehr bräuchtest, zum Beispiel von Vitaminen, von Nährstoffen, und du deinem Körper das gerade in so einer Phase klaust, dann wirst du weder abnehmen noch gesund. Was du auch nicht tun solltest, ist die Waage zum Hauptthema machen. Denn wenn du dich in so einer Phase permanent wiegst, interpretierst und kontrollierst, dann erzeugst du einfach mehr Stress als alles andere. Und das ist das, was dein Körper in so einer Phase bestimmt nicht braucht. Und zu guter Letzt, nach dem Effekt solltest du nicht gleich wieder mit Vollgas einsteigen. Und das ist ein Fehler, den ganz, ganz viele machen. Also, sobald du dich minimal besser fühlst, legst du dann sofort wieder los mit einem hochintensiven Training, mit Joggen oder legst gleich wieder mit einer strengen Diät los. Und das ist oft zu früh. Und was du jetzt mit Härte lösen willst, das verlängert manchmal genau das Problem, aus dem du eigentlich raus willst. Das heißt, du bist noch nicht wieder richtig gesund. Und das kann dann dazu führen, wenn du zu früh wieder anfängst, dass die Krankheit einfach wiederkommt. Und dann sind wir an dieser Stelle dort, wo du eigentlich hin möchtest. Also, was du stattdessen sinnvoll tun solltest. Und es ist eigentlich ganz einfach. Nummer eins, du solltest deine Erholung priorisieren. Also, Schlaf ist jetzt einfach keine Nebensache. Schlaf ist Therapie. Und Ruhe ist kein Zeichen von Schwäche. Ruhe ist eine aktive Unterstützung deiner Heilung. Zweitens, du solltest Flüssigkeit und Elektrolyte sichern oder sicherstellen, dass du genügend Flüssigkeit und Elektrolyte bekommst. Also gerade bei Fieber, bei Schwitzen, wenig Appetit und von mir aus auch trockenem Schleimhäuten ist es ganz wichtig, dass du viel Wasser trinkst oder Tee oder Brün zu dir nimmst und vielleicht sogar Elektrolyte. Das nächste, was du tun solltest, ist darauf zu achten, dass du leicht verdauliche Sachen isst. Und die sollten auch noch nährstoffreich sein. Also das heißt, dein Essen muss jetzt bezogen aufs Abnehmen nicht perfekt sein, sondern du solltest deine Ernährung nach Verträglichkeit und Unterstützung auswählen. Das bedeutet zum Beispiel Suppen, Kartoffeln, Reis, Hafer, Joghurt, weiches Gemüse, aber natürlich auch Obst und gerne auch Eier. Die sind besonders gut verdaubar. Und gerade wenn du weniger isst, solltest du unbedingt auf dein Eiweiß achten. Das heißt zum Beispiel Quark, Joghurt. Eier hatte ich schon erwähnt, Hühnersuppe. Es kann auch Fisch sein. Und von mir aus auch, wenn es für dich praktisch ist, auch ein Eiweisshake. Denn Eiweiß hilft deinem Körper nun mal bei der Regeneration. Er schützt deine Muskulatur und sorgt auch für eine verbesserte Reparatur. Und ja, bei so einem Husten geht tatsächlich was kaputt in den Schleimhäuten. Und die muss halt wieder neu aufgebaut werden. Dafür brauchst du Eiweiß. Und als letzter Punkt, das ist nun mal ein sanfter Wiedereinstieg. Also nach dem Effekt nicht gleich wieder direkt Vollgas, sondern lieber leicht starten mit Spaziergängen. Deine Bewegung langsam wieder erhöhen und dann schrittweise wieder training. Das Wichtigste ist also, das Ziel während eines Infekts ist nicht aktiver Fettabbau. Das Ziel ist es, deinen Körper so gut wie möglich zu unterstützen, dass er danach wieder sauber regulieren kann. Und dann kannst du auch wieder anfangen abzunehmen. Denk immer daran, dass Fettdepots ja Notreserven sind. Und irrtümlicherweise geht dein Körper an Notreserven nicht ran, wenn er Not hat, sondern da baut er sie auf. Die Notreserven baut er erst dann ab, wenn dein Körper erkennt, dass keine Not mehr da ist. Je schneller du also wieder gesund wirst, also wieder raus aus der Not kommst oder aus dem Notmodus, desto schneller wird dein Körper wieder anfangen abzunehmen. Und zwar besonders dein Körperfett. Und ganz zum Schluss möchte ich noch auf einen Punkt eingehen, der ganz oft unbeachtet bleibt. Denn was in so einer Krankheitsphase ziemlich oft passiert, ist, dass du emotional irgendwo runterrutscht. Denn natürlich warst du gerade ja so dran. Du warst fleißig, motiviert und jetzt zieht dich so eine Krankheit runter. Und viele erleben dann gerade in so einer Phase so einen richtigen Kontrollverlust, Frust, Angst vor dem Rückschritt. Die haben ein schlechtes Gewissen und so eine richtige innere Unruhe. Und vor allem dann, wenn du ohnehin gerade empfindlich auf die Waage schaust, da möchte ich dir eins mitgeben. Eine Krankheitsphase ist keine Charakterprüfung. Das ist nichts weiter als eine biologische Ausnahmesituation. Und du musst dir in dieser Zeit nichts beweisen. Du musst nicht disziplinierter sein als sonst. Du musst auch nicht wenigstens irgendwas halten. Manchmal ist Stillstand nun mal kein Rückschritt. Manchmal ist Stillstand einfach nur Heilung. Und bevor ich mich jetzt wieder zurück in mein Bett kuschel, will ich dir noch eines sagen. Ein grippaler Infekt stoppt natürlich nicht automatisch deinen Fortschritt. Aber er verschiebt die Prioritäten deines Körpers. Und in dieser Phase geht es nicht ums Abnehmen. Es geht einfach nur um Heilung. Und wenn du das verstehst, dann kannst du auch aufhören, gegen deinen Körper zu kämpfen. Und vielleicht anfangen, ihn dabei zu unterstützen, wieder gesund zu werden. Also ihn dabei zu unterstützen, ihm das zu geben, was er gerade braucht. Und deinen Fortschritt, der geht nicht verloren. Und vor allen Dingen nicht dann, nur weil dein Körper jetzt gerade was Wichtigeres zu tun hat. Und damit bin ich am Ende der heutigen Folge. Ich hoffe, es hat dir gefallen. Ich wünsche mir gute Genesung und dann hören wir uns beim nächsten Mal. Also, wir hören uns.